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Studie zur zahnärztlichen Behandlung von Kleinkindern vorgestellt

Die Zunahme frühkindlicher Karies (ecc – early childhood caries) ist ein zentrales Problem. Dies zeigt eine bundesweite Befragungsstudie des Instituts der deutschen Zahnärzte (idz). „Neben der Fluoridierung setzen Zahnmediziner in erster Linie auf eine intensive Elternarbeit. Jedoch werden die Eltern nicht immer erreicht oder setzen zu oft wichtige Hinweise nicht richtig um, teilte die Bundeszahnärztekammer in einer aktuellen Presseinformation mit.

Autor: DB

Bildquelle: proDente

Die Zahnärzteschaft fordere daher den Gesetzgeber auf, die notwendigen Rahmenbedingungen für eine systematische Prävention frühkindlicher Karies bei 0- bis 3-jährigen Kindern zu schaffen. Die im Juni veröffentlichte IDZ-Studie „Erfahrungen, Probleme und Einschätzungen niedergelassener Zahnärzte bei der Behandlung jüngerer Kinder" zeige, dass 98,9 Prozent der befragten Zahnärzte Eltern über eine zahngesunde Ernährung aufklären. Zudem dokumentierten 85 Prozent die Ernährungsgewohnheiten von Kindern unter sechs Jahren. Gleichzeitig geben mehr als 90 Prozent der Zahnärzte an, dass es Eltern oftmals schwer fällt, diese Hinweise zuhause umzusetzen. Zudem möchten viele Eltern nicht auf die zahnschädigende Nuckelflasche für ihr Kind verzichten.

„Die steigenden Prävalenzzahlen im Bereich ECC und die Erfahrungen der Zahnärzte in den Praxen zeigen deutlich, dass zahnmedizinische Präventionsbemühungen von Pädiatern allein nicht ausreichen", betonte betont Dr. Jürgen Fedderwitz, Vorsitzender des Vorstandes der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung. Hier gehe es um ein zahnmedizinisches Versorgungsproblem, das die Zahnärzte am besten lösen könnten. „Und deshalb müssen die bestehenden Rahmenbedingungen geändert werden.", so Dr. Fedderwitz weiter.

Dr. Peter Engel, Präsident der Bundeszahnärztekammer, ergänzte: „Die frühkindliche Karies lässt sich erfolgreich verhindern, wenn schon werdende Eltern von Hebammen und Gynäkologen aufgeklärt werden." Daher erarbeite die Zahnärzteschaft derzeit gemeinsam mit dem Deutschen Hebammenverband ein umfassendes Konzept, um die Versorgungslücke für die Jüngsten zu schließen.

Die IDZ-Studie kann auf der Internetseite des IDZ heruntergeladen werden.

www.idz-koeln.de

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