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Zahnarztpraxen verkennen Twitter

"Zahnarztpraxen, die twittern, verkennen häufig Sinn und Potential des Kurznachrichtendienstes", so Kerstin Schulz von DENTCOLLEGE Berlin. Denn was in der digitalen Welt längst Normalität geworden ist, gibt vielen Praxen noch Rätsel auf. Bester Beweis dafür sind schon allein die Twitterprofile. Viele weisen ein Missverhältnis zwischen den Rubriken Followern und Folgt auf. „Wer knapp 300 Follower hat, selbst aber gerade einmal 3 Accounts folgt, präsentiert sich ignorant".

Autor: DENTCOLLEGE

Aus ihrer Sicht funktioniert Twitter nach dem Prinzip Geben und Nehmen. Follower, die sich mit dem Folgen zur Praxis bekennen, haben auch von Seiten der Praxis Aufmerksamkeit verdient. Und erst wenn die Praxis möglichst vielen Followern zurückfolgt, ist die Basis für eine sukzessive Vermehrung der Praxisfans gelegt. „Twitter ist ein Kooperationsangebot. Das führt nur dann zum Erfolg, wenn beide Seiten etwas dafür tun", bringt PR-Frau Schulz es auf den Punkt. In ihrem Blog hat sie notiert, wie Zahnärzte Twitter erfolgreich nutzen können. Vielen fehlt neben der Kooperationsfähigkeit nämlich auch eine Twitter-Strategie. Am zweiten Januar Neujahrsgrüße zu twittern, um sich dann erst wieder Ende April mit guten Wünschen für einen schönen Wochenstart zu melden, zeugt mindestens von Ideenlosigkeit.

„Twitter ist nicht Facebook", sagt Kerstin Schulz. „Man muss sich schon etwas einfallen lassen, um einen Twitter-Account zu betreiben, der Nutzen bringt!" Schulz selbst twittert seit 2010 für DENTCOLLEGE. Auf dem Account http://twitter.com/dentcollege geht es um News, best practice und Erzählenswertes rund ums Praxismarketing für Zahnärzte. Häufig verlinkt die PR-Frau dabei zu spannenden Online-Beiträgen oder auch zu Videos auf You-tube, die z. B. das Thema Kommunikation in Szene setzen. Und das immer vor dem Hintergrund von Aktualität und Relevanz für die Zahnarztpraxis, was Humor und Augenzwinkern übrigens nicht ausschließt. „Für Dienstleister ist es schwierig, eine Community aufzubauen", bestätigt Schulz. „Schnell kommt man in den Ruf, nur die eigenen Leistungen bewerben zu wollen." Fast vier Jahre lang hat Schulz beobachtet, wer ihr folgt. Am Anfang darunter tatsächlich viele Produktanbieter. Solchen Followern folgt sie bis heute nur dann zurück, wenn sie echtes Interesse an deren Angebot hat. Über ihre Konsequenz meint sie: „Bei Twitter läuft es wie beim Zahnarzt. Es geht nicht um die Masse an Followern sprich Patienten, sondern um die richtigen, die kooperieren wollen!" Wie erfolgreich man dabei ist, zeigen u. a. so genannte Retweets oder Favorisierungen (bei Facebook Likes genannt). Und natürlich die zunehmende Zahl von Kunden bzw. Patienten. Kerstin Schulz sammelt ihre Twitter-Erfahrungen gleich mit mehreren Accounts zu unterschiedlichen Themen.

Um Zahnärzten den Umgang mit Twitter zu erleichtern, hat sie in ihrem Blog zahlreiche nützliche Tipps darüber zusammengetragen.

dentcollege.wordpress.com

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