Weitere Online-Medien der Barometer Verlagsgesellschaft

Ausbildungsbegleitende Hilfen

Mit Beginn des neuen Ausbildungsjahres starten wieder viele Auszubildende ins Berufsleben. Eine Ausbildung ist jedoch nicht immer einfach. Besonders die Fachfächer und besonderen Fertigkeiten bereiten manchmal Probleme. Hier besteht ein großer Unterschied zur „normalen“ Schule. Die Anforderungen sind jetzt höher und haben eine andere Gewichtung.

Schwierigkeiten sind in der Ausbildung normal, sie sollten jedoch nicht soweit gehen, dass man verzweifelt und alles hinschmeißen möchte.

Aufgeben ist keine Lösung und es nagt langfristig auch am Selbstwertgefühl. Für größere Probleme gibt es beispielsweise Hilfe bei der zuständigen Agentur für Arbeit: die ausbildungsbegleitenden Hilfen (kurz abH):

Sie wird für jeden angeboten, der Bildungslücken oder Lücken in Fachtheorie / Fachpraxis hat und wenn Sprachprobleme oder Schwierigkeiten im sozialem Umfeld bestehen. Auch bei Lernhemmungen und Prüfungsängsten wird geholfen. Erfahrene Pädagogen bieten Stütz- und Förderunterricht in kleinen Gruppen oder Einzelunterricht an. So können Hausaufgaben mit Hilfe bearbeitet werden, es gibt Hilfe bei individuellen Lernschwächen oder Prüfungsvorbereitung sowie Aufarbeitung von schulischen Defiziten mit Übungen und Vertiefungen des Unterrichtsstoffes der Berufsschule. Der Förderunterricht findet nach Absprache statt, entweder einmal oder mehrmals die Woche (mindestens 3 bis höchstens 8 Stunden in der Woche) für die Dauer eines Jahres.

Die Kosten trägt die Arbeitsagentur, für Auszubildende oder die Praxis entstehen keine Kosten; eventuell können Fahrtkosten zusätzlich erstattet werden. Der Antrag auf abH wird bei der zuständigen Arbeitsagentur, Abteilung Berufsberatung, gestellt. Dabei sind folgende Unterlagen notwendig:

  • Schriftliche Einverständniserklärung des Ausbilders und Ausbildungsvertrag
  • Abschluss- oder Abgangszeugnis der zuletzt besuchten Schule
  • Berufsschulzeugnis / Zwischenprüfungszeugnis
  • ggf. bei nicht bestandener Prüfung der verlängerte Berufsausbildungsvertrag

Die abH ist für alle zugänglich, die Probleme in der Berufsschule oder der Ausbildung generell haben. Es ist eine gute Alternative um einen guten Abschluss zu erlangen, anstatt alles hinzuwerfen und aufzugeben. Vielleicht vermittelt der Förderunterricht eine andere Lernmethodik oder andere Erläuterungen, die die Schwierigkeiten auflösen können. Es gibt auch für Azubis Hilfe, die den Berufsabschluss realisieren können – man muss sie nur annehmen. Die Praxis ist hier nicht alleine auf sich gestellt.

Infoflyer der Agentur für Arbeit

Verwandte Beiträge

Weitere Beiträge