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4. DZR Dr. Güldener Kongress für Abrechnung und Praxismanagement am 29. und 30. April 2016 in Stuttgart mit mehr als 200 Teilnehmern

Wie lassen sich Potenziale einer Praxis identifizieren und realisieren? Konkrete Antworten auf diese Frage und zahlreiche Impulse für die erfolgreiche Praxisführung bot der 4. DZR Dr. Güldener Kongress für Abrechnung und Praxismanagement am 29. und 30. April 2016 im Hotel Mövenpick Stuttgart Airport & Messe. Mehr als 200 Abrechnungsspezialisten, Praxismanager und Praxisinhaber aus ganz Deutschland besuchten die Veranstaltung.

Autor: DZR - Deutsches Zahnärztliches Rechenzentrum GmbH

Viel Input für die Praxis! Aus den Vorträgen konnten die Teilnehmer vieles mitnehmen, was direkt in der Praxis umgesetzt werden kann.

Sie erlebten zwei informative Tage mit einem abwechslungsreichen Programm und exzellenten Referenten. Diese stellten Wachstumspotenziale für die Praxis in den Bereichen Honorarmanagement, Anstellung von Zahnärzten und Personalmanagement vor. Darüber hinaus gaben sie Impulse für das Patientengespräch und die Persönlichkeitsentwicklung.

Wachstum durch Honorarmanagement…

Wie lassen sich Fehlerquellen in der Abrechnung minimieren? Sabine Schmidt, Leiterin GOZ-Referat der Deutschen Zahnärztlichen Rechenzentren der Dr. Güldener Gruppe (DZR), stellte mit ihrer Zehn-Punkte-Check-Liste ein effektives Hilfsmittel zur Überprüfung von Rechnungen vor und erläuterte zwei der fünf neuen PerformancePro Module der Deutschen Zahnärztlichen Rechenzentren, welche die Kunden ab sofort in der Steigerung des Praxiserfolgs unterstützen: Das ErstattungsPortal enthält umfangreiche Begründungen, einsetzbare Argumentationshilfen und Urteile samt Kommentierungen zu GOZ, GOÄ, Analogleistungen etc. Mit dem Modul BenchmarkPro lassen sich Praxisvergleiche auf Detailebene der Abrechnungsziffern für GOZ, GOÄ, Analogleistungen, Verlangensleistungen usw. vornehmen. Neben Periodenvergleichen der eigenen Abrechnungsdaten können auch Gegenüberstellungen mit anonymisierten Praxisvergleichsgruppen vorgenommen werden. Schmidt zeigte, wie sich mit diesen Modulen Potenziale in der Praxis identifizieren und realisieren lassen.

Dass die freie Honorarvereinbarung eine Möglichkeit für ein wirtschaftlicheres Honorarmanagement darstellt, machte Dr. Jan Wilz, Zahnarzt aus Mannheim, deutlich. Die Berechnung eines zusätzlichen Honorars ist bei vielen GOZ-Leistungen notwendig, um wirtschaftlich rentabel arbeiten zu können. Wichtig für das Vertrauensverhältnis zu den Patienten ist, dass auch die Mitarbeiter über die Gründe für eine freie Honorarvereinbarung informieren können. Voraussetzung dafür: klare Kommunikation innerhalb des Teams.

Die Abrechnung zahntechnischer Leistungen ist ein komplexes Thema. Konkrete Empfehlungen für den Bereich Modellherstellung gab Uwe Koch, Geschäftsführer von GO-ZAKK aus Willich. Mit Susanne Storch, Referentin der DAISY-Akademie aus Eppelheim, ging es anhand von Beispielen um die abrechenbaren Positionen für Suprakonstruktionen.

…mehr behandelnde Zahnärzte

Wachstumspotenzial bietet der Weg von der Einzelpraxis zur Mehrbehandlerpraxis mit angestellten Zahnärzten. Was dabei juristisch zu beachten ist, erläuterte Rechtsanwalt Theo Sander, Partner bei der Kanzlei Prof. Bicanski & Sander aus Münster, gut verständlich. So müssen Assistenzzahnärzte bei der Kassenzahnärztlichen Vereinigung (KZV) angemeldet und genehmigt werden. Wird dies versäumt, sind die Leistungen des Assistenzzahnarztes nicht abrechenbar. Auch kann die Gewerbesteuerpflicht drohen, wenn die gesetzlich limitierte Anzahl von angestellten Zahnärzten pro Vertragszahnarzt überschritten wird. Mit der Gründung eines zahnärztlichen medizinischen Versorgungszentrums (Z-MVZ) fällt diese Limitierung weg. Dass eine Mehrbehandlerpraxis einer anderen Organisationsstruktur bedarf als eine Einzelpraxis, stellte Maike Klapdor mit ihren Kollegen Markus Epping und Karoline Frohlinde von KlapdorKollegen Dental-Konzepte aus Münster dar. Die professionelle Mitarbeiterführung ist die zentrale Aufgabe, um das Team dauerhaft an die Praxis zu binden. Entscheidende Schritte sind das Installieren von verschiedenen Führungsebenen mit Teamleitern, und die klare Übertragung der Aufgaben und Entscheidungskompetenzen an diese.

… und bessere Patientenberatung

Mit dem Praxiscoach und Trainer Axel Thüne aus Kieselbronn ging es um das Thema Patientenberatung. Er sensibilisierte die Teilnehmer für den Stress-Zustand, der sich bei den Patienten automatisch mit dem Betreten einer Zahnarztpraxis einstellt. Deshalb sollte das erste Beratungsgespräch auch dazu dienen, die Patienten zu entspannen. Dafür ist wichtig, den Patient während des Gesprächs nicht in dem Behandlungsstuhl Platz nehmen zu lassen und im Gesprächsverlauf seine Erwartungen an die Behandlung abzufragen. Mit Humor und einer guten Portion Selbstironie vermittelte der Experte für Körpersprache, Stefan Verra aus Österreich, wissenschaftlich untermauerte Erkenntnisse rund um die Sprache des Körpers. So geschehen 89 Prozent der Sinneswahrnehmung über die Augen, hingegen nur 0,9 Prozent über die Ohren. Deshalb ist eine gute Körpersprache, welche die individuelle Kompetenz eines Menschen wirksam unterstützt, nicht nur für den Berufsalltag wichtig. Verras Apell: Mehr Lächeln, um stressige Situationen zu entspannen.

Die Teilnehmer zogen ein durchweg positives Fazit. Sie lobten sowohl das abwechslungsreiche und kurzweilige Programm als auch die exzellenten Referenten, die informative Fakten unterhaltsam präsentierten. Ebenfalls kam das locker agierende DZR-Moderatorenduo, bestehend aus Sabine Schmidt und Thomas Randi, Gebietsmanager DZR, bei den Teilnehmern sehr gut an.

Save the Date

Der Termin für den 5. DZR Dr. Güldener Kongress für Abrechnung und Praxismanagement steht bereits fest: Am 5. und 6. Mai 2017 im Hotel Mövenpick Stuttgart Airport & Messe.

https://www.dzr.de

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