06. Juli 2011 in Kategorie: Beruf
Eine Dentalfachberaterin ist die Spezialistin in der Patientenkommunikation. Zielgruppe der Ausbildung sind Zahnmedizinische Fachangestellte, Zahnmedizinische Fachassistentinnen und auch Zahnmedizinische Verwaltungsassistentinnen. Schwerpunkt dieser Ausbildung ist eine Qualitätsmanagementorientierte Fachausbildung in vielen Bereichen der Kommunikation, Praxispositionierung (Philosophie- und Leitbildentwicklung) aber auch im Bereich der professionellen Patientenbetreuung und Teamführung.
Jana Brandt, ZMV
Als kommunikative Persönlichkeit kann diese Ausbildung eine sehr gute Ergänzung des eigenen Aufgabengebietes sein und Bereicherung der Praxis werden. Insbesondere das QM fordert viele Teilbereiche des Marketings, der Kommunikation und des Managements in der Zahnarztpraxis zu etablieren.
Der Bereich der praxisinternen Kommunikation ist bei vielen Zahnarztpraxen eine kleine Schwachstelle, hier beginnt oft ein Übel welches sich im schlimmsten Fall beispielsweise zu einem ausgewachsenen Mobbingproblem entwickeln kann. Viele Rechtsstreitigkeiten zwischen Patienten und Behandler bemängeln die unbefriedigende Kommunikation. Patienten fühlen sich mangelhaft oder auch ungenügend aufgeklärt und beraten.
In Zukunft sollte hier ein Umdenkungsprozess stattfinden, da viele Zuzahlerleistungen oder kostenaufwendige Versorgungen nur mit einer optimalen Kommunikation, Beratung und Aufklärung von den Patienten akzeptiert werden. Das Medium „Internet“ wird von den Patienten immer häufiger als Informationsquelle genutzt und kann durch falsche Informationen negative Vorstellungen hervorrufen, welche für eine gute zahnmedizinische Betreuung keinen befriedigenden Ausgang findet.
Die Dentalfachberaterin kann diese Lücke mit Ihrer Ausbildung optimal schließen und mit Ihrem Fachwissen im Bereich Kommunikation und Rhetorik wirtschaftlichen Aufschwung für die Praxis schaffen. Hier muss aber dennoch erwähnt werden, dass eine Erstberatung, Behandlungsaufklärung und Therapieerläuterung zunächst eine ärztliche Leistung ist, die nicht delegierbar ist. Eine rechtswirksame Behandlungseinwilligung kann nur durch eine verständliche ärztliche Erstberatung erfolgen. Alle Vorbereitungen und Nachfragen zum Verständnis kann die Dentalfachberaterin übernehmen. Die Ausbildung enthält viele Komponenten. Sie werden umfangreich in den Bereichen:
• Persönlichkeitstraining,
• Nutzen und Erkennen der Patientenbedürfnisse,
• Teamfindung,
• Konfliktmanagement,
• Gesprächsführung und
• Zeitmanagement vertraut gemacht.
Des Weiteren gehört eine QM-ausgerichtete Ausbildung im Bereich:
• Praxisleitung,
• Praxisleitbild und
• Teambildung zu den wichtigen Inhalten.
Sie sollten eine einjährige Berufserfahrung als Zahnmedizinische Fachangestellte besitzen, wenn Sie sich für diese Ausbildung interessieren. Mit dieser beruflichen Zusatzqualifikation lernen Sie erfolgreich Ihre Gesprächskompetenz zu verbessern, mit Menschen redegewandt und sicher zu kommunizieren und gewinnen ein selbstsicheres Auftreten.
Diese Kompetenzen bieten dem gesamten Team Sicherheit und binden Patienten enger an die Praxis. Eine Anerkennung des Berufsbildes wie bei der ZFA, ZMF, ZMP, DH oder ZMV ist im Moment noch nicht zu verzeichnen, jedoch ist das Berufsbild der Dentalfachberaterin immer mehr im Wandel und eine solche Ausbildung kann der Praxis erhebliche Vorteile bieten.
Weitere Informationen
E-Mail: info@recall-magazin.de

