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Fast jedes 2. Kind putzt mit falscher Zahnpasta

Die überwiegende Mehrheit der Deutschen (71 Prozent) putzt sich mindestens zweimal täglich die Zähne. Das ergab eine aktuelle forsa-Umfrage* unter 1020 Personen im Auftrag der KKH Kaufmännische Krankenkasse. Jede vierte Frau greift sogar noch häufiger im Laufe des Tages zu Zahnbürste und Zahnpasta, bei den Männern ist es hingegen nur knapp jeder Achte, der öfter als zweimal seine Zähne putzt.

Autor: KKH Kaufmännische Krankenkasse

QUELLE: Initiative proDente e. V.

Neun Prozent aller Befragten beschäftigen sich laut der Umfrageergebnisse nur einmal am Tag mit der Zahnpflege: sechs Prozent nur morgens, drei Prozent nur abends.

„Dass Zähneputzen Karies verhindert, weiß sprichwörtlich jedes Kind", sagt Dieter Elsner vom KKH-Serviceteam in Leipzig. „Doch nicht immer verwenden die Kleinen auch die richtige Zahnpasta." Wie die KKH anhand der Umfrage herausgefunden hat, putzt fast jedes zweite Kind zwischen drei und 12 Jahren (44 Prozent) mit normaler Zahnpasta die Zähne und nicht mit spezieller Zahncreme für Kinder. Mehr als jedes dritte Kind (37 Prozent) verwendet diese Erwachsenen-Zahnpasta regelmäßig, sieben Prozent putzen sowohl mit normaler als auch mit Kinder-Zahnpasta.

Dabei kann normale Zahnpasta für Kinderzähne dauerhaft schädigend sein. In diesen herkömmlichen Produkten liegt der Fluoridgehalt bei bis zu 1500 ppm (parts per million), das heißt 1500 Milligramm Fluorid pro Kilogramm Zahnpasta. „Dieser Fluoridgehalt ist viel zu hoch für Kinderzähne", so Elsner. Die Folge: Es können sich weiße oder braune Flecken auf dem Zahnschmelz bilden (dentale Fluorose), die ein Leben lang sichtbar sind. „Eltern sollten deshalb immer altersgerechte Zahnpasta für ihre Schützlinge kaufen", rät Elsner.

Beim Einkauf von Zahnpasta wird am wenigsten auf das Kleingedruckte mit der Auflistung der Inhaltsstoffe geachtet. Nur ein Viertel der Erwachsenen beschäftigt sich laut der Umfrage intensiver mit der Aufschrift auf der Verpackung von Zahncreme. Die Mehrheit (50 Prozent) kauft Zahnpasta vor allem wegen einer speziellen Wirkung, wie zum Beispiel für besonders weiße Zähne, gut fürs Zahnfleisch oder gut zur Kariesprophylaxe. Die ältere Generation (50 bis 70 Jahre) vertraut vor allem einer bestimmten Marke (42 Prozent). Bei den Jüngeren (18-29 Jahre) bestimmt auch der Preis maßgeblich die Kaufentscheidung (43 Prozent). Jeweils 29 Prozent aller Befragten berücksichtigen beim Kauf außerdem die Empfehlungen ihres Zahnarztes oder bevorzugen eine bestimmte Geschmacksrichtung wie z.B. Minze-, Kräuter- oder Fruchtgeschmack. Frauen sind offenbar wählerischer beim Kauf von Zahnpasta: Sie achten häufiger auf eine spezielle Wirkung (59 Prozent) oder befolgen die Empfehlung ihres Zahnarztes (36 Prozent).

* Zusatzinformationen zur Umfrage

  • Titel der Untersuchung: Zahngesundheit
  • Auftraggeber: KKH, Hannover
  • Untersuchungszeitraum: 18. bis 23. September 2013
  • Grundgesamtheit: Die in Privathaushalten in Deutschland lebenden deutschsprachigen Personen im Alter von 18 bis 70 Jahren, bundesweit repräsentativ
  • Auswahlverfahren: Systematische Zufallsauswahl (mehrstufige geschichtete Stichprobe)
  • Stichprobengröße: 1.020 Befragte
  • Erhebungsmethode: Computergestützte Telefoninterviews (CATI) anhand eines strukturierten Fragebogens, Einschaltung in forsa.omniTel®
  • Gewichtung: Gewichtung der Personenstichprobe nach Region, Geschlecht, Alter und Bildung
  • Statistische Fehlertoleranz: +/- 3 Prozentpunkte in der Gesamtstichprobe

www.kkh.de

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