Weitere Online-Medien der Barometer Verlagsgesellschaft

Schwangerschaft: Zahnprophylaxe schützt Mutter und Kind

Eine Schwangerschaft hat Auswirkungen auf den ganzen Körper. Sie sorgt durch die Hormonumstellung für eine stärkere Durchblutung und lockert das Bindegewebe auf. Das betrifft auch Zähne und Zahnfleisch. Der Mundraum wird anfälliger für Bakterien, Zahnfleischentzündungen treten häufiger auf. Sie gefährden nicht nur die Gesundheit der Mutter, sondern können sogar Frühgeburten auslösen. Expertin Dr. Sabine Köhler erklärt die Risiken, die bei Zahnerkrankungen besonders für Schwangere entstehen und gibt Tipps zur richtigen Mundhygiene. Um die Zahngesundheit werdender Mütter professionell zu unterstützen, bezuschusst beispielsweise die BKK Mobil Oil eine individuelle Zahnprophylaxe mit 80,00 Euro.

Autor: BKK Mobil Oil

Bildunterschrift: Die BKK Mobil Oil unterstützt Schwangere bei der Zahnprävention. // Bildrechte: ©Thinkstock

Wenn Karies und Parodontitis Zahnfleischentzündungen auslösen, wird das gesamte Immunsystem beeinflusst. Gelangen Keime aus dem Mundraum in andere Gefäßsysteme, entstehen gesundheitliche Risiken, etwa Herzkreislauferkrankungen. „Bei Schwangeren erhöht sich hierdurch die Gefahr für Frühgeburten und für Untergewicht der Babys", erklärt Dr. Sabine Köhler, stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Zahnärzte Verbands e.V. (DZV). Für werdende Mütter ist daher besondere Vorsicht geboten, da die hormonelle Umstellung die Zähne anfälliger für Entzündungen macht. „Die Auflockerung des Bindegewebes bewirkt, dass die Zellzwischenräume größer werden. Bakterien können so leichter eindringen und Zahnfleischerkrankungen verursachen", so die Expertin.

Schädliche Bakterien belasten den Blutkreislauf

Wenn das Zahnfleisch durchlässiger wird, können Bestandteile der Bakterienzellen, sogenannte Endotoxine, leichter eindringen und Zahnfleischentzündungen verursachen. Über die Mundschleimhaut gelangen schädliche Bakterien in den Blutkreislauf der Mutter und können bei hoher Dichte auch die Blutversorgung der Plazenta beeinträchtigen. Dieser Prozess stört nicht nur die Entwicklung des Kindes, sondern kann unter Umständen vorzeitige Wehen und damit Frühgeburten auslösen. So belegen aktuelle Untersuchungen, dass sich das Risiko einer Frühgeburt oder dazu ein untergewichtiges Baby zur Welt zu bringen, bei Frauen mit Parodontitis um das 7,5-fache erhöht.

Expertentipp: Kariesbehandlung schon vor der Schwangerschaft

„Frauen, die Nachwuchs planen, sollten schon vor der Schwangerschaft eine Zahnvorsorge und – wenn nötig – eine Kariesbehandlung durchführen", empfiehlt Dr. Sabine Köhler. Denn im ersten Schwangerschaftsdrittel ist eine Zahnbehandlung mit Betäubung oder Röntgenaufnahmen unbedingt zu vermeiden. Da sich in dieser Zeit die wichtigen Organe des Kindes entwickeln, rät die Expertin nur in Notfällen zum Eingriff ab dem vierten Monat. Ihr Tipp: Um ihre Zähne in dieser Zeit bestmöglich zu schützen, empfiehlt sie Schwangeren eine Individualprophylaxe beim Zahnarzt. Außerdem: Gründliche Mundhygiene gilt während der gesamten Schwangerschaft als bester Schutz. Dazu gehört sorgfältiges Putzen mit einer weichen Bürste und entzündungshemmender Zahnpasta ebenso wie der tägliche Griff zur Zahnseide – auch wenn dies vielen Schwangeren unangenehm ist. „Gerade Frauen mit Brechreiz benötigen intensive Zahnpflege, denn die Säure entkalkt die Zähne und kann die inneren Zahnbereiche zerstören", erklärt Köhler. Daher empfiehlt sie spezielle Präparate gegen Zahnerosion und zur Remineralisierung. Auch nächtliche Heißhunger-Attacken können gerade bei Obstessern eine Entkalkung verursachen. Deshalb: entweder die Zähne frühestens nach einer halben Stunde putzen oder den Mund mit Wasser ausspülen.

BKK Mobil Oil: Individuelle Zahnprophylaxe für Schwangere

Schwangere und Mütter mit Kindern unter einem Jahr profitieren von dem speziellen Behandlungskonzept zur Zahnprävention mit individuellen Tipps zur Ernährung und Mundhygiene für Schwangere durch den Gynäkologen. Zudem erhalten sie einen Zuschuss in Höhe von 80,00 Euro zu einer Individualprophylaxe: Diese umfasst neben einer professionellen Zahnreinigung auch die Aufklärung über Krankheitsursachen und ein Mundhygienetraining. Zusätzlich bietet das Zahnpräventionsprogramm auch eine Beratung zur richtigen Zahnpflege bei Babys und Kleinkindern durch den Kinderarzt.

Welche Zahnärzte in Ihrer Nähe am Präventionsprogramm teilnehmen, sehen Sie hier.

www.bkk-mobil-oil.de

Verwandte Beiträge

Weitere Beiträge