Gepostet in Kategorie: Dentalhygiene
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Vorsicht Lifestyle – Zucker fast immer dabei

Was haben Fertigsoßen und Tomatenketchup gemeinsam? Beide Lebensmittel enthalten unerwartet hohe Mengen an Zucker. Dieser liefert nicht nur unlieb-same Kalorien, sondern schädigt bekanntermaßen auch die Zähne. Der „versteckte Zucker“ findet sich häufig in industriell hergestellten Lebensmitteln – auch in solchen, die gar nicht süß schmecken, wie etwa Wurst oder Gewürzgurken. Es lohnt also, genau hinzuschauen!

Autor: Initiative proDente e.V.

Bildquelle: Initiative proDente e.V.

Zucker ist schlecht für die Zähne – das weiß jeder. Er dient Kariesbakterien als Nahrung, die ihn in Säuren umwandeln. Diese Säuren entziehen dem Zahnschmelz Mineralien, so dass die Zahnhartsubstanz zerstört wird. Karies entsteht.

Dass Limonade, Cola & Co. viel Zucker und Säure enthalten und somit als Durstlöscher nicht zu empfehlen sind, weiß auch jeder. Was aber vielleicht nicht bekannt ist: Viele Lebensmittel – auch herzhafte – enthalten Zucker. Denn er wird bei der Herstellung nicht nur wegen seines süßen Geschmacks verwendet, son­dern auch, weil er Wasser bindet, konserviert, Struktur gibt so­wie geschmacksverstärkend wirkt. Und er ist preisgünstig. So können beispielsweise Früchte im Joghurt eingespart werden.

Zutatenliste: Zucker häufig inkognito

Die Zutatenliste verrät, welche Inhaltsstoffe in dem Lebensmittel enthalten sind. Wird Zucker genannt, ist der nor­male Haus­haltszucker (Saccharose) gemeint. Doch Vorsicht: Auch hinter Begriffen wie Süßmolkepulver oder Glukose-Fruktose-Sirup verbirgt sich zahnschädigender Zucker. Denn Milch-, Trauben- und Fruchtzucker werden von Kariesbakterien genauso zu Säu­ren umgewandelt, wie her­kömmlicher Haus­haltszucker. Neben dem eigentlichen Begriff „Zucker“ gibt es etwa 70 weitere Be­zeichnungen für süßende Zutaten und/oder für Zutaten, die dem Zuckergehalt hinzuge­rechnet werden müs­sen.

Nährwerttabelle: Ein Blick lohnt sich!

Die Nährwerttabelle ist hilfreich in diesem Begriffswirrwarr. Denn hier werden alle vom Hersteller verwendeten Zuckerarten aufsummiert und der Gesamtzuckergehalt eines Lebensmit­tels in Gramm angegeben. Neu seit Dezember 2014 ist, dass sich diese Information auf 100 g bzw. 100 ml eines Lebensmittels beziehen muss. So kann der Verbraucher unterschiedliche Pro­dukte direkt miteinander ver­gleichen. Die vorher gebräuchliche Angabe pro Portion irritiert, wenn diese nicht der Packungs­größe entspricht, und macht ei­nen Vergleich mehrerer Produk­te schwierig. Nährwerttabellen auf verpackten Lebensmitteln sind derzeit jedoch noch eine freiwillige Angabe. Ver­pflichtend werden sie erst ab Dezember 2016.

Zahnfreundlich Naschen mit dem Zahnmännchen

Die Verwendung von Süßstoffen oder Zuckeraustauschstoffen besagt nicht unbedingt, dass ein Lebensmittel weniger oder keinen Zucker enthält. Ferner dürfen Produkte, die auf dem Etikett mit „zuckerfrei“, „ungesüßt“ oder „ohne Zuckerzusatz“ werben, zwar keinen Haushaltszucker, aber dennoch andere Zuckerarten, welche die Zähne ebenfalls schädigen können, enthalten. Vorsicht ist also auch hier geboten und ein Blick auf die Nähr­werttabelle sinnvoll! Wer auf Nummer sicher gehen möchte: Zuckerfreie, zahnfreundliche Süßwaren, die wissenschaftlich getestet sind, erkennen Verbraucher zum Beispiel am Siegel „Zahnmännchen“ der Aktion zahnfreundlich e.V.

www.prodente.de