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Wenn die Zähne Süßes oder Saures kriegen

Wenn Süßes oder Saures den Zähnen zusetzen, begrenzt Speichel als natürliches Schutzsystem den Schaden. Zuckerfreie Kaugummis verstärken den Schutz, indem sie die Speichelfließrate erhöhen. Nicht nur süße, auch saure Lebensmittel können die Zähne angreifen: Ein Problem, das Zahnärzte zunehmend beschäftigt, denn die Zahl der Erosionspatienten steigt, auch wenn Karies nach wie vor die Volkskrankheit Nr. 1 ist.

Autor: Wrigley

Dentale Erosionen entstehen durch die direkte Einwirkung von Säuren auf die Zahnoberfläche und führen zum irreversiblen Verlust der Zahnhartsubstanz. Bakterien sind an diesem Geschehen nicht beteiligt – im Gegensatz zur Karies, bei der bakterienbedingte Säuren mit ursächlich sind.

Das natürliche Schutzsystem Speichel spielt sowohl bei Karies als auch bei Erosionen eine zentrale Rolle, da bei beiden Krankheiten Säuren für die Zahnschäden verantwortlich sind. Der Speichel neutralisiert nicht nur die aggressiven Säuren, sondern stellt auch Kalzium- und Phosphationen zur Remineralisation der Zahnsubstanz zur Verfügung. Aus diesem Grund empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Zahnerhaltung in ihren aktuellen Empfehlungen zur Kariesprophylaxe eine regelmäßige Stimulation des Speichelflusses als eine von fünf Kernmaßnahmen für ein dauerhaft gesundes Gebiss. Ob Süßes oder Saures, in jedem Fall gilt: Je mehr Speichel fließt, desto besser sind die Zähne geschützt.

Eine praktische Maßnahme zur Erhöhung der Speichelfließrate ist das Kauen von zuckerfreien Kaugummis nach den Mahlzeiten oder zwischendurch. Besonders für Patienten mit erhöhtem Erosionsrisiko ist dies eine effektive Möglichkeit, nach einem Säureangriff Zahnschäden vorzubeugen. Ein erhöhtes Erosionsrisiko besteht vor allem bei häufiger Säurezufuhr, konkret beim Verzehr von über fünf sauren Lebensmitteln pro Tag (siehe Kasten „Ernährungstipps“), aber auch bei Reflux- und Bulimiepatienten, da bei ihnen aggressive Magensäure in den Mundraum gelangt. Neben der Speichelstimulation durch Kaugummikauen empfehlen Zahnmediziner diesen Risikogruppen nach einer Säureattacke: sofort den Mund mit Wasser zu spülen, um die Restsäure aus dem Mund zu entfernen, oder eine fluoridhaltige Spüllösung zu verwenden, um die Remineralisierung zu fördern. Für „Erosionspatienten“ gibt es außerdem eine spezielle Zahnputzempfehlung (siehe Kasten „Wann Zähneputzen?“).

Mit dem Angebot vom Wrigley Oral Healthcare Program (WOHP), der zahnmedizinischen Fachinitiative von Wrigley, können Zahnärzte sowohl Karies- als auch Erosionspatienten informieren und tatkräftig unterstützen. Auf der Fachwebsite www.wrigley-dental.de sind kostenlose Informationsbroschüren auch speziell zum Thema Saures und lehrreiche Comics für Kinder zur Bestellung für Zahnarztpraxen hinterlegt, ebenso wie Kaugummis zur Zahnpflege und Mundgesundheitspastillen zum Vorzugspreis. Darüber hinaus bietet das Fortbildungsproramm SalivaDent umfassendes und aktuelles Wissen zum Thema „Speichel und Mundgesundheit“. Mitherausgeber ist die Bundeszahnärztekammer (BZÄK). Fax-Bestellformulare können per Fax unter 030 23 188 188 1 angefordert werden.

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