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Kosten-Nutzen-Analyse zeigt: Gesündere Zähne und weniger Kosten mit mehr Kaugummi

Würden die Deutschen ab sofort doppelt so viel zuckerfreien Kaugummi kauen wie bisher, hätten sie mit 74 Jahren drei eigene Zähne mehr und die Krankenkassen könnten jährlich 313 Mio. Euro Karies-Behandlungskosten einsparen. Dies zeigt die Studie „Kariesprävention durch zuckerfreien Kaugummi – ein Kosten-Vergleich auf der Grundlage der DMS V“1.

Autor: Agentur kommed

Chancen für Zähne und Kassen

1 weitere Abbildunge(n):

Immer weniger Menschen in Deutschland haben Karies – dank verbesserter Prävention. Auch das Kauen von zuckerfreiem Kaugummi gehört laut aktueller Kariesprophylaxe-Leitlinie neben zweimal täglichem Zähneputzen und möglichst geringer Zuckeraufnahme zu den empfehlenswerten Prophylaxemaßnahmen, die jeder in Eigenregie durchführen kann.2 Dennoch ist Karies bis heute unbesiegt: 99 % der Erwachsenen in Deutschland haben kein kariesfreies Gebiss3, und die Ausgaben der Kassen für Kariesbehandlungen liegen Schätzungen zufolge bei mehr als 8 Mrd. Euro jährlich. Wie sich ein erhöhter Konsum von zuckerfreiem Kaugummi hierzulande auswirken könnte, untersuchen die Autoren um Prof. Stefan Zimmer und Prof. Reinhard Rychlik in einem Vergleich zu Finnland. Die Finnen verfügen über ein ähnliches Gesundheitssystem, kauen aber fast doppelt (1,82 mal) so viel zuckerfreie Kaugummis wie die Deutschen.

Vorhersage über eine ganze Lebensspanne

Die Studie sagt die wahrscheinliche Entwicklung des Kariesverlaufes in Deutschland in den nächsten 62 Jahren vorher. Dabei geht sie von einem heute 12-jährigen Modellpatienten mit durchschnittlicher Zahngesundheit und durchschnittlichem Kaugummikonsum aus. Vergleichend hierzu wird die wahrscheinliche Karies-Entwicklung bei höherem Konsum von zuckerfreiem Kaugummi auf finnischem Niveau berechnet.

Gesündere Zähne durch Kaugummikauen jeden zweiten Tag

Das Ergebnis: Der heute 12-jährige Modellpatient hätte, wenn er jeden zweiten Tag und damit genauso viel zuckerfreien Kaugummi wie der finnische Durchschnittspatient kaut, mit 74 Jahren drei eigene Zähne mehr und einen Zahn mehr komplett gesund erhalten. Zum gesundheitlichen Gewinn käme der finanzielle: Die gesetzlichen Krankenkassen müssten pro Patient jährlich 72 Euro und die Kassen insgesamt jährlich 313 Mio. Euro weniger für zahnmedizinische Behandlungen bezahlen. Diese Einsparungen könnten entweder per Beitragssenkung den Patienten selbst gutgeschrieben oder zur besseren medizinischen Versorgung auf anderen Gebieten genutzt werden – ein Gewinn für die Gesundheit und das Gesundheitssystem.

1 Stefan Zimmer, Fabian Kreimendahl, Cornelia Blaich, Reinhard Rychlik: Kariesprävention durch zuckerfreien Kaugummi – ein Kosten-Vergleich auf der Grundlage der DMS V. DOI 10.3238/dzz.2017. Die der Publikation zugrundeliegende Studie wurde von der Wrigley GmbH in Auftrag gegeben und finanziert.

2 S2k-Leitlinie: Kariesprophylaxe bei bleibenden Zähnen – grundlegende Empfehlungen. AWMF-Registernummer: 083-021. Gültig von Juni 2016 bis Mai 2021 (www.awmf.org/leitlinien /detail/ll/083–021.html, oder in: DZZ Deutsche Zahnärztliche Zeitschrift, 2017; 72 (2))

3 Gilt für Erwachsene ab 35 Jahren. Vgl. Fünfte Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS V), Institut der deutschen Zahnärzte, Köln 2016

www.wrigley-dental.de

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