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16. Februar 2010 in Kategorie: Gesundheit und Soziales

Fastenzeit: Deutsche streichen Alkohol und Süßes. Nach einer DAK-Studie hat schon jeder Zweite gezielt auf Genussmittel verzichtet. Dabei liegen die Bayern ganz vorne. Viele nutzen die Zeit vor Ostern und frischen gute Vorsätze auf...

Foto: DAK Foto: DAK

Kein Alkohol, Naschverbot oder Raucherpause: Nach den Karnevalstagen beginnt am Aschermittwoch für viele Deutsche eine längere Fastenzeit. Jeder Zweite hält einen gezielten Verzicht auf bestimmte Genussmittel über mehrere Wochen für sinnvoll. Das ergab eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK*. In Bayern ist die Zustimmung zum Fasten besonders hoch, in den ostdeutschen Bundesländern eher gering. „Das Ende der Karnevalszeit ist für viele Menschen ein guter Zeitpunkt, über ihren Lebensstil nachzudenken und die guten Vorsätze für 2010 aufzufrischen“, erklärt DAK-Expertin Silke Willms. „Wer es in den nächsten sieben Wochen bis Ostern schafft, kein Bier zu trinken, nicht zu rauchen oder sich besser zu ernähren, der tut sich und seiner Gesundheit einen großen Gefallen. Der kurze Verzicht kann so zu einem anhaltenden Gewinn werden.“

Frauen sind eher zum Verzicht bereit als Männer
Nach der DAK-Umfrage würden 64 Prozent der Befragten beim Fasten am ehesten auf Alkohol verzichten. Danach werden Süßigkeiten (59 Prozent) und Zigaretten (39 Prozent) genannt. Nur jeder Vierte würde über Wochen Computer oder Internet auslassen. 15 Prozent wären bereit, das Auto stehen zu lassen und auf alternative Verkehrsmittel umzusteigen. Frauen sind generell eher als Männer bereit, für eine bestimmte Zeit Genussmittel und Konsumgüter zu streichen. Den jüngeren Befragten würde vor allem der Verzicht auf das Internet schwerfallen.

In den vergangenen Jahren hat die Mehrzahl der Deutschen schon mindestens eine Fastenzeit eingelegt. 35 Prozent der Befragten gaben an, „schon öfters“ für mehrere Wochen auf ein Genussmittel oder Konsumgut verzichtet zu haben. In Bayern waren es 41 Prozent der Menschen, in den ostdeutschen Bundesländern nur 30 Prozent. Weitere 17 Prozent haben bundesweit bislang einmal gefastet. Weitere 12 Prozent haben noch nie gefastet, könnten sich dies aber durchaus vorstellen. Überhaupt nicht in Frage kommt der bewusste Verzicht für 34 Prozent der Befragten. In Baden-Württemberg ist die Ablehnung mit 24 Prozent besonders gering.

* DAK-Umfrage, 10. bis 12. Februar 2010, 1.004 Befragte durch Forsa

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