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Diäten auf den Zahn gefühlt!

Auf der Suche nach der richtigen Diät darf die Gesundheit nicht ins Hintertreffen geraten. Gerade Crash-Diäten können ihr aber schaden!

Was verbirgt sich hinter den klangvollen Namen auf dem Weg zur schnellen Gewichtsabnahme? Wir haben einige der gängigsten Crash-Diäten in einer Übersicht zusammengetragen. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit, denn die Liste ließe sich ohne Weiteres ausweiten. Wer einmal den Begriff „Crash-Diät“ gegoogelt hat, weiß, wovon wir sprechen:

Null-Diät

Die wohl radikalste Diät, denn sie verbietet jegliche feste Nahrung. Nur Wasser ist erlaubt.

Apfelessig-Diät

Eine Auswahl an „erlaubten“ Lebensmitteln, die alle mit Apfelessig zubereitet werden, soll das Hüftgold zum Schmelzen bringen. Grundlage ist eine kalorienreduzierte Mischkost, also vor allem Obst, Gemüse, Vollkornprodukte und fettarme Milchprodukte. Die Nahrungsauswahl macht Sinn und ist für den Gewichtsverlust verantwortlich. Die Zubereitung mit Apfelessig ist allerdings für den Gaumen gewöhnungsbedürftig und für die Zähne sogar kritisch.

Kohlsuppen-Diät

Suppe, so viel Sie wollen – das verspricht die Kohlsuppen- Diät. Und das Beste: Je mehr man zu sich nimmt, umso größer ist angeblich der Gewichtsverlust! Minuskalorien sollen es möglich machen, denn zur Verdauung der Kohlsuppe braucht der Körper angeblich mehr Kalorien als die Suppe selbst enthält. Neben Kohl gibt es eine Vielzahl anderer sogenannter Magic Soups.

Ananas-Diät

Die Südfrucht in Hülle und Fülle: Zwei Kilo enthalten nur etwa 1.000 Kalorien. Weitere Lebensmittel sind nicht erlaubt. Warum es angeblich funktioniert: Die Enzyme aus der Ananas sollen den Fettabbau fördern, und der Ananas wird eine entwässernde Wirkung nachgesagt.

Unsere Beispiele illustrieren den gemeinsamen Nenner aller Crash-Diäten

Sie sind extrem einseitig. In der Folge kommt es sehr schnell zu einer Mangelversorgung des Körpers mit wichtigen Nährstoffen, Vitaminen und Mineralstoffen. Und dies schädigt unsere Gesundheit. Je einseitiger die Ernährung ist, umso ungesünder ist sie für Körper und Zähne. Darüber hinaus gehören viele Versprechungen, wie die Fettkillerqualitäten der Ananas, in die Welt der Ernährungsmythen. Ähnlich sieht es bei den „Minuskalorien“ der Kohlsuppen-Diät aus: leider ein Diätmärchen.

Was bedeutet eigentlich Diät?

Das Wort „Diät“ stammt ursprünglich aus dem Griechischen und bedeutet „richtige Lebensweise“. Heute werden damit bestimmte Ernährungsformen bezeichnet, meist Schlankheitskuren. Diäten werden aber auch zur Gewichtszunahme und zur Behandlung von ernährungsbezogenen Krankheiten angewendet, zum Beispiel bei Diabetes.

Wussten Sie schon, dass …

… auch die Zähne sensibel auf einseitige Kost reagieren? Bei Nährstoffmangel wird der Zahnschmelz nicht mehr ausreichend mit Mineralien versorgt. Auf Zeit führt dies zu einem Zahnschmelzabbau. Zudem gibt es einige Diäten, die Ihren Zähnen zusätzlich zusetzen: Bei einer Apfelessig-Diät löst beispielsweise die Säure des Essigs Mineralien aus dem Zahnschmelz, der Schutzmechanismus des Zahnschmelzes wird damit geschwächt. Da werden Ihre Zähne sauer!

Paradox

Unsere moderne Ernährung schädigt unsere Zähne zunehmend. Vitaminreiche Zitrusfrüchte, Mineralwässer und Fruchtsaftschorlen, die Vinaigrette am täglichen Salat, der „Coffee to go“, das Glas leichter Weißwein am Abend und unzählige Nahrungsergänzungspräparate in Form von Sprudeltabletten gehören heute selbstverständlich zu unserer Ernährung. Unsere Zähne sind damit einer fortdauernden Säureattacke ausgesetzt. Die Folge sind schmerzempfindliche Zähne, die bei der Berührung mit Heißem, Kaltem oder Saurem empfindlich wehtun können. Ein Problem für immerhin 40 Prozent der Deutschen. Wie sehr ein Nahrungsmittel den Zähnen schadet, hängt unter anderem von seinem pH-Wert ab. Sinkt der ph-Wert im Mund, sind die Zähne Säureattacken ausgesetzt. Normalerweise herrscht im Mund ein neutraler pH-Wert zwischen 6,5 und 7. Zuckerhaltige Nahrungsmittel, die sich im Zahnbelag ablagern, lassen diesen pH-Wert vorübergehend ins Saure absinken (Werte um pH 5), weil Mundbakterien Zucker in Säure umwandeln. Auf Dauer führt das zu Karies.

Limonaden enthalten z. B. häufig den Geschmacksverbesserer Zitronensäure, Mineralwässer enthalten Kohlensäure, Medikamente wie Acetylsalicylsäure oder in Wasser lösliche Wirkstoffe enthalten Säuren, Orangen und Zitronen sind säurehaltige Obstsorten, und auch Wein und viele andere alkoholhaltige Getränke enthalten Säure. Kaffee und Tee übrigens auch. Crash-Diäten (Apfelessig-Diät, Ananas-Diät u. a.) setzen daher unsere Zähne einem Härtetest der besonderen Art aus. Und was nützt die schönste Traumfigur, wenn das Lächeln sein Strahlen verloren hat?

Quelle: Colgate

Weitere Informationen:
www.colgate.de
www.rki.de/kiggs
www.bzaek.de – Bundeszahnärztekammer

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