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Diabetes Teil 2: Teufelskreis aus Paradontitis und Diabetes

Zwischen der Zuckerkrankheit und der Entzündung besteht eine gefährliche Wechselwirkung – sie beeinflussen sich gegenseitig negativ. Einerseits kann Diabetes die Entstehung einer Parodontitis begünstigen oder sie verstärken. Andererseits kann diese Entzündung im Mund den Blutzucker in die Höhe treiben.

Autor: Colgate-Palmolive GmbH

Diabetes >> Parodontitis

Diabetiker leiden dreimal so häufig an einer Entzündung des Zahnhalteapparates (Parodontitis) wie Nichtdiabetiker.

Sind Blutzuckerwerte längere Zeit erhöht, hat das Auswirkungen auf alle Gewebe des Körpers sowie auf das Immunsystem. Als Folge davon reagiert der Körper schon auf schwache bakterielle Angriffe mit einer schweren Entzündungsreaktion, die natürliche Geweberegeneration und Heilungsprozesse können stark eingeschränkt oder gestört sein. Das gilt auch für das Zahnfleisch.

Bei Diabetikern, die auch eine Parodontitis haben, schreitet der Gewebeverlust am Kieferknochen schneller voran, außerdem kann sich der Zahnhalteapparat nicht mehr so schnell regenerieren.

Eine weitere Hiobsbotschaft: Auch eine erfolgreiche Parodontitis- Behandlung wird durch die Zuckerkrankheit erschwert.

Parodontitis >> Diabetes

Die unheilvolle Allianz beider Krankheiten wirkt auch in die andere Richtung: Eine Parodontitis wirkt sich negativ auf die Insulinsensitivität aus und erschwert Diabetikern so die richtige Blutzuckereinstellung. Die Folge: Diabetiker mit einer schweren Parodontitis haben ein erhöhtes Sterblichkeitsrisiko bei diabetischen Folgeerkrankungen. Zum Beispiel ist das Risiko, an einem Herzinfarkt zu sterben, mehr als doppelt so hoch als bei Diabetikern ohne Parodontitis. Das Sterblichkeitsrisiko für diabetesbedingtes Nierenversagen ist sogar 8,5-fach höher. (Saremi A et. al. Diabetes Care 2005; 28: 27-32)

Eine gefährliche Unwissenheit: Dass die Betroffenen selbst oftmals gar nicht über diese Wechselbeziehung informiert sind, ergab eine Colgate-Umfrage. Nur 36 Prozent der befragten Diabetiker konnten Mundraumerkrankungen als Folge des Diabetes angeben, und lediglich 38 Prozent der Befragten wussten, dass Parodontitis umgekehrt auch Diabetes negativ beeinflussen kann.

Leiden auch Sie an Parodontitis? Machen Sie den Test!

Zwar kann nur der Zahnarzt eine Parodontitis, von der ca. 75 Prozent der Deutschen ab 35 Jahren betroffen sind, zweifelsfrei feststellen, ob aber schon eine beginnende Zahnfleischerkrankung vorliegt, lässt sich auch für einen Laien relativ leicht erkennen.

Gesundes, nicht entzündetes Zahnfleisch hat eine blassrosa Farbe und ist fest. Rötliches und geschwollenes Zahnfleisch ist ein Zeichen für eine Entzündung. Ein frühes Anzeichen einer beginnenden Entzündung ist auch Zahnfleischbluten – entweder bei der Mundhygiene (die typische rötliche Färbung des sonst weißen Zahnpastaschaums nach dem Zähneputzen oder Blutspuren auf der Zahnseide und in den Zahnzwischenräumen) oder auch ganz spontan beim Kauen.

Das Thema Prophylaxe bei Diabetikern, Schwangeren oder anderen Erkrankungen ist auch Bestandteil des Prophylaxe-Spezialistin 2013 - Spezialisierungskurses, den Sie ab dem 17. Januar 2013 deutschlandweit in insgesamt 14 Städten besuchen können. Mehr dazu auf unserer Barometer Wissen Webseite.

Lesen Sie im dritten Teil zum Thema Diabetes: „Vorsorge ist das A & O"

www.gesund-im-mund-bei-diabetes.de

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