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Sichere Aufbereitung sorgt für Infektionsprävention

Die Reinigung und Pflege zahnärztlicher Übertragungsinstrumente erfordert mehr als nur ein bisschen „außen Abwischen“ und einen Spritzer Öl. Nur durch eine umfassende Säuberung und Desinfektion von Turbinen, Hand- und Winkelstücken sowie Ultraschallscalern kann eine Verbreitung von pathogenen Keimen in der Zahnarztpraxis vermieden werden.

Autor: Alpro Medical GmbH

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3 weitere Abbildunge(n):

Die Tätigkeit der zahnärztlichen Behandlung weist bezüglich der Infektionsrisiken für Patienten, Personal und Behandler besondere Eigenheiten auf. Patienteneigene Keime aus der Mundflora kontaminieren durch direkten Kontakt mit Speichel, infektiosen Sekreten, Blut und Aerosolbildung nicht nur die rotierenden Bohrer, sondern auch die Übertragungsinstrumente aussen und innen.

Kreuzkontaminationen vermeiden

Daher ist die sichere Aufbereitung – wozu neben Reinigung und Desinfektion auch (gemäß Risikoeinstufung) die verpackte Sterilisation zahlt – ein besonderer Bestandteil der Infektionsprävention. So stellt die neue Empfehlung des Robert Koch-Instituts, die „Anforderung an die Hygiene bei der Aufbereitung von Medizinprodukten 2012", die Besonderheit in der Zahnmedizin im Anhang 5 noch einmal besonders heraus, vor allem auch mit Blick auf die manuelle (mit Standardarbeitsanweisung) und maschinelle (mit Prozessvalidierung) Aufbereitung. Die Infektion ist nicht nur theoretischer Art. So wurde schon 1980 durch M. Keller über die Kontamination berichtet und dass zudem ohne entsprechende Aufbereitung eine Übertragung von pathogenen Mikroorganismen auf den nachfolgenden Patienten stattfinden kann.1–4 Aus diesem Grund ist eine ordnungsgemäße Aufbereitung der zahnärztlichen Übertragungsinstrumente nach standardisierten/ validierten Verfahren und nach jedem Patienten von besonderer Bedeutung. Eine entsprechende Sicherheit, dass auch die in das Innere der zahnärztlichen Übertragungsinstrumente (Turbinen, Hand- und Winkelstücke, ZEG etc.) gelangten Mikroorganismen als Ursache von Infektionen ausscheiden, gewährleistet allein eine sorgfältige Reinigung und Desinfektion der Aussen- und Innenflächen nach jeder Behandlung! Hier kommt der Reinigung und Kontrolle der Durchgängigkeit aller Kanäle eine besondere Bedeutung zu. Beeinflusst wird dies durch Faktoren wie zum Beispiel mechanische Einflüsse, Betriebswasserqualität, geeignete Reinigungslösungen etc.

Gründliche Hygiene erforderlich

Die Reinigung und Desinfektion der äußeren und inneren Flachen zahnärztlicher Übertragungsinstrumente erfordert wegen des komplexen Aufbaus und der verschiedenen Materialien höchste Sorgfalt durch entsprechend ausgebildetes Personal. Bei invasiven wie nichtinvasiven Behandlungen konnten Proteinkontaminationen von 200 μg/Instrument und mehr nachgewiesen werden. Daher haben die Reinigung und Desinfektion von zahnärztlichen Übertragungsinstrumenten grundsätzlich mit standardisierten und/oder validierten Verfahren (manuell beziehungsweise maschinell gemäß Herstellervorgaben) mit vorgeschriebenen Adaptern zu erfolgen. Hierbei ist es besonders wichtig, die Durchgängigkeit der Medienwege während der Aufbereitung zu kontrollieren.

Positiver Nebeneffekt: Verlängerte Lebensdauer

Des Weiteren erreicht der Betreiber (bei korrekter Anwendung gemäß Herstellerangaben) „so ganz nebenbei" in Abhängigkeit der eingesetzten Reinigungszusätze eine deutliche Verlängerung der Nutzungsdauer der Instrumente.

ALPRO MEDICAL bietet mit WL-clean (Abb. 3) und WL-cid (Abb. 4) seit Jahren ein bewährtes Reinigungs- und Desinfektionsverfahren zur manuellen Aufbereitung von Übertragungsinstrumenten. Durch die Anwendung des WL-Systems nach jedem Patienten verringern sich die im Instrument befindlichen Proteinruckstände nachweislich auf deutlich unter die von der DGKH geforderte 100 μg- Grenze. Die Keimreduktion mit WL-cid entspricht den geforderten Standards zur Flachen- und Instrumentendesinfektion. Danach wird mit WL-dry/WLBlow (Abb. 5) getrocknet und es folgt wie gewohnt die Pflege der Turbinen sowie der Hand- und Winkelstucke mit den spezifischen Pflegeölen gemäß den Vorgaben des jeweiligen Herstellers und die (je nach Risikobewertung) verpackte Sterilisation.

www.alpro-dental.de

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