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Professionelle Händehygiene: nicht so trivial wie es scheint

„Schmutzige Hände sprechen Bände“ und sind der Hauptübertragungsweg für Krankheiten. Sie können Mikroorganismen als Vehikel dienen oder als Infektionsquelle fungieren, wenn sich pathogene Keime in der Haut vermehren und von dort freigesetzt werden. Händehygiene ist daher einer der wichtigsten Schlüsselfaktoren für eine erfolgreiche Infektionsprävention in Klinik, Praxis und Labor.

Autor: Dürr Dental AG

Das Robert-Koch-Institut empfiehlt vor jeder Behandlung, bei Behandlungs-unterbrechung, bei Handschuhwechsel und nach Behandlungsende eine hygienische Händedesinfektion. Diese Maßnahme sollte durch mehrmaliges Händewaschen am Tag ergänzt werden, z.B nach dem Naseputzen, oder dem Toilettengang. Wer die Händehygiene in der Praxis vernachlässigt, muss ggfs. mit rechtlichen Konsequenzen rechnen. Diese können von Geldbußen bis zu Schadensersatzansprüche reichen – die Beweislast liegt immer beim Zahnarzt.

So trivial das Thema klingt: in der Praxis werden die Hände längst nicht immer so korrekt gereinigt und desinfiziert, wie es nötig wäre. Hauptproblem ist: Der Reinigungseffekt ist nicht sichtbar – d.h. auch Hände, die nach dem Waschen oder Desinfizieren augenscheinlich „sauber" wirken, können noch mit Krankheits¬keimen verunreinigt sein. Die richtige Technik ist daher ebenso wichtig für den Reinigungserfolg wie die Einwirkzeit des Desinfektionsmittels oder die Produktqualität.

Als Richtlinie für die hygienische Händedesinfektion dienen die Empfehlungen der Europäischen Kommission (CEN/EN 1500). Ziel ist, dass jeder Bereich der Hände und Handgelenke bei der Durchführung der Hygienemaßnahmen desinfiziert wird. Die empfohlene Technik besteht aus sechs Schritten. Die Desinfektion ist erst abgeschlossen, wenn die Bewegungen jedes der sechs Schritte mehrmals durchgeführt worden sind und die vorgeschriebene Einreibezeit erreicht ist. Während der gesamten Maßnahme müssen die Hände immer mit Desinfektionsmittel befeuchtet bleiben.

Dieser Vorgang erfordert Disziplin, Zeit und wirksame Produkte. Denn auch das beste Desinfektionsmittel kann nur dort wirken, wo es in ausreichender Menge lange genug aufgebracht worden ist. Die Einwirkzeit bei der hygienischen Desinfektion beträgt je nach Präparat 15 bis 60 Sek., bei der chirurgischen Desinfektion müssen die Hände erst für ca. 1 Minute gewaschen und anschließend 5 Minuten desinfiziert werden (mit HD 410 von Dürr Dental 1,5 Minuten). Die jeweils notwendige Zeit im stressigen Behandlungsalltag richtig abzuschätzen, ohne dass eine Stoppuhr mitläuft, ist naturgemäß schwierig.

Wichtig ist auch: Desinfektionsmittel dürfen nur auf die trockene Hand aufgebracht werden. Sind die Hände nass, findet eine Verdünnung statt, die die Wirksamkeit beeinträchtigt. Auch die Verwendung von zu wenig Desinfektions¬mittel oder ein ungenügendes Verreiben des Präparats können kontaminierte Hautstellen hinterlassen. Absolut tabu ist das Tragen von Schmuck, Uhren und Ringen bei der Behandlung, da die darunter liegende Haut nur schwer zu desinfizieren ist.

Last but not least ist auch die Produktqualität entscheidend. So sollten nur Desinfektionsmittel zum Einsatz kommen, die vom Verbund für Angewandte Hygiene (VAH) gelistet sind, so wie es bei den Händedesinfektionspräparaten von Dürr Dental der Fall ist. Dass die Präparate auch hautfreundlich sein sollten, liegt buchstäblich auf der Hand. Daher hat Dürr Dental Produkte in seinem Sortiment, die sicher wirken und gleichzeitig pflegen, z.B. die HD 410 Händedesinfektion mit rückfettenden Komponenten oder die für Allergiker geeignete parfüm- und farbstofffreie Händedesinfektion HD 412 essential sowie die milde Waschlotion HD 435 und die wohlriechende Pflegelotion HD 440 für beanspruchte, empfindliche Haut.

www.duerrdental.com

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