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Kleiner Aufwand, große Wirkung – Betriebsärzte geben Tipps zur besseren Handhygiene

Pünktlich zur kalten Jahreszeit fliegen auch wieder Viren in Massen durch die Luft. Daher ist es wichtig, von Beginn dieser Jahreszeit an darauf zu achten, Krankheiten durch richtiges Händewaschen zu vermeiden. Der Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte (VDBW) gibt nun eine genaue Anleitung, wie man seine Handhygiene noch verbessern kann.

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„Richtiges Händewaschen ist zur Vorbeugung von ansteckenden Keimen ausgesprochen wichtig und darf nicht unterschätzt werden", betont VDBW-Präsident Dr. med. Wolfgang Panter in einer Pressemitteilung des Verbandes.

Im Zeitalter von gefährlichen Erregern wie Ehec, Phasen von Grippewellen und weit verbreiteter PC- und Mediennutzung sollte eine gute Hygiene für jeden selbstverständlich sein, teilt der Verband mit. Doch eine neue britisch-amerikanische Studie des „Hygiene Councils" zeige, dass die Deutschen keinen großen Wert aufs Händewaschen legen. Wie nachgewiesen werden konnte, waschen sich in Deutschland deutlich weniger als die Hälfte aller Kinder vor dem Essen die Hände. Auch in Ländern wie Kanada, Australien und England liegen die Vergleichsquoten ähnlich niedrig, während sie in Indien, Malaysia und Italien deutlich übertroffen werden.

Landestypische Unterschiede registrierten die Forscher auch bei der Dauer des Händewaschens. Die von den Wissenschaftlern empfohlene Mindestdauer von 30 Sekunden wird von weniger als 40 Prozent der Deutschen eingehalten. Bei sechs Prozent dauert das Händewaschen, genauer gesagt der Kontakt mit dem Wasser, gerade einmal fünf Sekunden.

Händewaschen – die preiswerteste Methode der Prävention

Richtiges Händewaschen reduziert das Risiko von Durchfallerkrankungen um mehr als 40 Prozent und von Atemwegsinfektionen um fast 25 Prozent. Zusammen sterben hieran weltweit jedes Jahr allein 3,5 Millionen Kinder unter fünf Jahren. „Das beweist, dass einfache Mittel Leben retten können", so der Verband. Laut Unicef Deutschland zählt regelmäßiges Händewaschen mit Wasser und Seife zu den wirksamsten und gleichzeitig preiswertesten Methoden.

Dr. med. Anette Wahl-Wachendorf, Vizepräsidentin des VDBW, bestätigt: „Wer sich regelmäßig die Hände wascht, verhindert die Ausbreitung von Infektionskrankheiten wie beispielsweise des Influenza-A-Virus H1N1, da ein Großteil aller ansteckenden Krankheiten über die Hände übertragen wird." Man dürfe es allerdings nicht übertreiben. „Wer alle fünf Minuten die Hände wäscht, kann die Haut reizen", sagt sie.

Händewaschen? Aber richtig!

Auch beim täglichen Händewaschen gibt es also Regeln. In einer von der Universität Regensburg durchgeführten Studie zeigte sich, dass die Bakterien auf den Händen selbst bei 15-sekündigem Waschen nicht abgespült werden. Erst bei intensivem Wasserkontakt mit einer Dauer von mindestens 30 Sekunden in Verbindung mit Flüssigseife geht die Keimbesiedlung um nahezu 100 Prozent zurück. Die Wassertemperatur, so Dr. med. Panter, spielt dabei keine Rolle: „Längeres Händewaschen mit kaltem Wasser reicht also völlig aus".

Genau richtig ist es, die Hände mit Wasser bei etwa 20°C zu reinigen, natürlich mit Seife. Wer die Fingernägel bei der Reinigung ausspart, hat sich aber nur halb die Hände gewaschen. Und die Zukunft hat uns neben den neuartigen Viren auch etwas Gutes gebracht: Die heutigen Reinigungsmittel sind sehr effektiv. Richtig angewandt wirken sie ohne lästige Nebenwirkungen bakterizid und auch antiviral.

Dr. med. Wahl-Wachendorf betont: „Bei hygienischen Präventionsmaßnahmen wie dem Händewaschen und auch der Handdesinfektion ist nicht die Häufigkeit entscheidend, sondern der Zeitpunkt." und verweist auf folgende Tipps von VDBW zur besseren Händehygiene. Neben dem eigentlichen Händewaschen darf auch die Pflege mit geeigneten Produkten nicht vernachlässigt werden.

www.vdbw.de/

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