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Wartezeiten in der Arztpraxis: Zufriedenheitsunterschiede zwischen Ost und West

Zum 25. Mal jährt sich dieses Jahr der Mauerfall. Unterschiede in der Patientenzufriedenheit gibt es jedoch noch immer. So sind die Patienten in den alten Bundesländern zufriedener mit den Wartezeiten beim Arzt als in den neuen Bundesländern, wie im Rahmen des jameda Patientenbarometers 3/2014 von Deutschlands größter Arztempfehlung jameda erhoben wurde.

Autor: jameda GmbH

Beim bundesweiten Vergleich der Zufriedenheit mit den Wartezeiten beim Arzt landen fünf der sechs ostdeutschen Bundesländer in der unteren Hälfte. Lediglich Berlin konnte sich trotz ähnlicher Note zum Vorjahr (2,22) mit einer 2,20 von Platz elf auf Platz vier verbessern.

Die bayerischen Patienten sehen beim Thema Wartezeiten in den Arztpraxen wie schon im Vorjahr (1,99) am wenigsten Grund zur Klage. Sie geben ihren Ärzten auf einer Schulnotenskala von 1 bis 6 in dieser Kategorie die Note 2,00 und befördern den Freistaat damit erneut auf Rang 1. Die Brandenburger sind mit den Wartezeiten immer noch am wenigsten zufrieden. Sie vergeben im Vergleich zum Jahr 2013 (2,39) die etwas schlechtere Note 2,42. Gesamthaft betrachtet hat sich der Notenschnitt für die Kategorie „Wartezeit Praxis" im Vergleich zum Vorjahr leicht verschlechtert. Lag die Durchschnittsnote letztes Jahr noch bei einer 2,13, so sank sie für dieses Jahr auf eine etwas schlechtere 2,14.

Patienten sind mit Wartezeiten bei Zahnärzten und Urologen am zufriedensten

Die Zufriedenheit mit den Wartezeiten beim Arzt hängt auch stark von der Facharztrichtung ab. So sind die Deutschen sehr zufrieden mit den Wartezeiten beim Zahnarzt und Urologen, unzufrieden dagegen mit denen beim Augenarzt und Hautarzt. Die deutschen Patienten geben ihren Zahnärzten für die Dauer der Wartezeit in der Praxis auf einer Schulnotenskala von 1 bis 6 im Schnitt die Note 1,51 (Vorjahr: 1,54), den Urologen eine 1,9 (Vorjahr: 1,88). Augen- und Hautärzte erhalten jeweils eine 2- (2,64 bzw. 2,58). Auch noch Luft nach oben haben die Kinder- und Frauenärzte, die mit den Durchschnittsnoten 2,28 und 2,35 beim Thema Wartezeiten in der Praxis ebenfalls deutlich schlechter abschneiden als die Spitzenreiter.

Bundesländervergleich Patientenzufriedenheit: Bayern erneut Spitzenreiter

Genauso wie die Zufriedenheit mit der Wartezeit beim Arzt, hat sich auch die Gesamtzufriedenheit mit dem Arztbesuch im Vergleich zum Vorjahr bundesweit verschlechtert. Im Jahr 2013 vergaben die deutschen Bundesbürger für die Patientenzufriedenheit noch die bessere Durchschnittsnote 1,88. Dieses Jahr sinkt die Durchschnittsnote auf eine 1,91. Am zufriedensten sind immer noch die bayerischen Patienten. Sie bewerten ihre Ärzte durchschnittlich mit der guten Note 1,77 (Vorjahr: 1,74). Damit sichert sich der Freistaat wieder den ersten Platz im bundesweiten Vergleich der Patientenzufriedenheit. Auf Platz zwei folgen die nordrhein-westfälischen Ärzte. Sie erhalten von ihren Patienten die Durchschnittsnote 1,88 (Vorjahr: 1,86) und konnten damit einen Platz gut machen im Vergleich zum Vorjahr. Am unzufriedensten sind die Bremer Patienten mit ihren Ärzten, obgleich diese 2014 etwas besser abschneiden als noch im Jahr zuvor. Hier verbesserte sich die Note von 2,21 auf 2,15. In Sachsen-Anhalt hat die Zufriedenheit der Patienten hingegen stark abgenommen, so dass das Land der Frühaufsteher von Platz sieben (1,93) auf Platz neun (2,05) fiel.

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