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Neu: BGW-Broschüre „Risiko Nadelstich – Infektionen wirksam vorbeugen“

Nadelstichverletzungen gehören zu den häufigsten Verletzungsarten im Gesundheitsdienst. Sie bergen ein hohes Infektionsrisiko und werden oft unterschätzt. Eine neue Broschüre der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) zeigt, wie Einrichtungen ihre Beschäftigten bestmöglich schützen.

Autor: Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW)

Ob durch Nadel, Lanzette, Kanüle, Skalpell oder chirurgische Drähte verursacht: Zu Nadelstichverletzungen zählen jegliche Stich-, Schnitt- und Kratzverletzungen der Haut durch stechende oder schneidende Instrumente, die mit fremdem Blut oder anderweitiger fremder Körperflüssigkeit verunreinigt sind. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Wunde blutet oder nicht. Neben Personen, die unmittelbar mit stechenden oder schneidenden Instrumenten umgehen, können beispielsweise auch Reinigungskräfte Nadelstichverletzungen erleiden.

Über die Broschüre

Die neue BGW-Broschüre „Risiko Nadelstich – Infektionen wirksam vorbeugen“ informiert über die Infektionsgefahr durch Nadelstichverletzungen im Praxis-, Stations- und Einrichtungsalltag. Sie zeigt auf, wie die entsprechenden Gefährdungen beurteilt, passende Schutzmaßnahmen festgelegt und vor Ort etabliert werden können. Ein Kapitel widmet sich dem Thema Sicherheitsgeräte und Verfahren. Ferner wird erläutert, was zu tun ist, wenn sich doch jemand verletzt.

Zu finden ist die Broschüre unter www.bgw-online.de, Suchbegriff: M612. Sie lässt sich dort als PDF herunterladen. Mitgliedsbetriebe der BGW können sie auch als gedrucktes Heft bestellen.

Nach Nadelstichverletzungen bitte Analysebogen ausfüllen

Die BGW benötigt für die Ursachenforschung und Präventionsarbeit möglichst viele Daten zu Nadelstichverletzungen und anderen Unfällen mit Blutkontakt. Sie bittet deshalb darum, entsprechende Arbeitsunfälle anonym in einem Online-Analysebogen zu erfassen. Zu finden ist dieser unter www.bgw-online.de/goto/blutkontakt.

Der automatisch an die BGW übermittelte Analysebogen lässt sich zusätzlich ausdrucken und für die betriebsinterne Analyse von Nadelstichverletzungen nutzen. Er ersetzt aber nicht eine etwaige namentliche Unfallanzeige bei der Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse. Diese hat der Betrieb einzureichen, wenn ein Arbeitsunfall mehr als drei Tage Arbeitsunfähigkeit verursacht.

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