07. Dezember 2010 in Kategorie: Prozessabläufe
Nahezu jeder Assistentin sind die Herausforderungen der Provisorienherstellung bestens bekannt: Arbeiten unter Zeitdruck und auch beispielsweise fehlende Qualität des verwendeten Materials können schnell zum Misserfolg führen. Als Zahnmedizinische Fachangestellte in der Zahnarztpraxis von Dr. Rainer Klähn in Mettmann habe ich ausgiebige Erfahrungen in der Provisorienfertigung gesammelt und mich vor rund zwei Jahren dazu entschieden, dieses Know-how auch an Kolleginnen weiterzugeben.
ZFA Susanne Bänsch
Sandra Ehlert, Außendienstmitarbeiterin
von 3M ESPE und dem Veranstalter eines
Intensivkurses, ZTM Ingo Perpeet
In unserer Praxis gehören neben der Stuhlassistenz auch Arbeiten im praxiseigenen Labor zu meinen Kernaufgaben. Hierbei habe ich u. a. die erforderlichen Arbeitsschritte für die Provisorienfertigung von Grund auf erlernt. Bereits seit Jahren verwende ich im Rahmen der Herstellung direkter temporärer Versorgungen bevorzugt Materialien der Protemp™-Familie von 3M ESPE.
Referententätigkeit
Als ich im Herbst 2008 von einem Außendienstmitarbeiter von 3M ESPE angesprochen wurde, ob ich Interesse daran hätte, mein Wissen zu diesem Thema in Intensivkursen zu vermitteln, war ich hellauf begeistert: Ich erfuhr, dass 3M ESPE Seminare zur Provisorienfertigung unterstützt und wurde kurz darauf offiziell nach Seefeld – dem Unternehmenssitz – zu einem Workshop mit anderen Interessierten eingeladen. Nach einer Einführung in die Referententätigkeit und die Inhalte der Kurse folgte im Rahmen eines weiteren Treffens ein Kommunikationsseminar, bei dem ausgewählte Referentinnen noch einmal geschult wurden, bevor der Startschuss für die ersten Seminare gegeben wurde, die inzwischen deutschlandweit stattfinden.
Facts
Derzeit leite ich regelmäßig Intensivkurse zum Thema Provisorienherstellung an unterschiedlichen Orten in ganz Nordrhein-
Westfalen. Die drei- bis dreieinhalbstündigen Veranstaltungen finden beispielsweise regelmäßig im Depot van der Ven Dental in Duisburg und im Zahntechnischen Meisterbetrieb PERPEET in Heiligenhaus statt. Größere Zahnarztpraxen mit den entsprechenden Räumlichkeiten für einen Workshop haben auch die Möglichkeit, direkt vor Ort eine Schulung durchzuführen, sodass ich mein Know-how nicht nur an die Assistentinnen, sondern gleich an das gesamte Team weitergeben kann.
Abhängig vom Veranstaltungsort nehmen in der Regel 6 bis 17 Assistentinnen an den Workshops teil, ganze Praxisteams vor Ort und gemischte Gruppen bei externen Events. Die Vorkenntnisse der Teilnehmer sind sehr unterschiedlich und die Inhalte sowohl für absolute Anfänger interessant als auch für Fortgeschrittene, die ihre Kenntnisse noch einmal auffrischen wollen. Selbst junge Zahnärzte melden sich manchmal an, um in ungezwungener Atmosphäre praktische Erfahrungen zu sammeln.
Die Kosten für die Workshops sind je nach Veranstalter etwas unterschiedlich, betragen aber pro Person ungefähr 25 bis 30 Euro zzgl. MwSt. Alle verwendeten Materialien werden von 3M ESPE gestellt und den Assistentinnen wird sogar die Gelegenheit
geboten, Proben mit in die eigene Praxis zu nehmen, um dort das Erlernte vorzuführen. Weitere Informationen sind über die kostenlose Service-Hotline von 3M ESPE unter 0800/27 53 77 3 oder den zuständigen Außendienstmitarbeiter erhältlich.
Bunte Mischung aus Theorie und Praxis
Je nach Teilnehmerzahl führe ich die Intensivkurse allein oder in Zusammenarbeit mit einer Außendienstmitarbeiterin von 3M ESPE, Sandra Ehlert oder Gabriele Wehren, durch. Im Mittelpunkt steht die Vermittlung theoretischer sowie praktischer Kenntnisse rund um die Herstellung von temporären Versorgungen in der Zahnarztpraxis.
Während im ungefähr 30-minütigen theoretischen Teil die Funktionen und Anforderung an ein Provisorium aufgezeigt sowie
die derzeit verfügbaren Materialien vorgestellt werden, widmet sich der Praxisteil der Anwendung verschiedener Produkte von
3M ESPE.
Unter Anleitung von mir beziehungsweise einer der Außendienstmitarbeiterinnen fertigen alle Teilnehmer am Arbeitsmodell eine provisorische Brücke für den Frontzahnbereich mit Protemp™ 4 Temporäres Kronen- und Brückenmaterial. Dieses Compositematerial wird vorzugsweise für mehrgliedrige Versorgungen im Front- und Seitenzahnbereich sowie Einzelkronen im Frontzahnbereich eingesetzt und eignet sich auch für Langzeitprovisorien.
Hochwertige provisorische Versorgung
Im Workshop wird der komplette Herstellungsprozess – von der Abformung, beispielsweise mit Position™ Penta™ (Quick) VPS Alginatersatz, über die Applikation des Materials und die Ausarbeitung bis zur Befestigung des Provisoriums – beschrieben und nachvollzogen. Zudem stellen die Assistentinnen eine Seitenzahnkrone mit Protemp™ Crown, der weltweit ersten vorgefertigten und formbaren Krone, her. Während des Seminars lernen sie, dass mit diesem Material in nur wenigen Arbeitsschritten eine hochwertige provisorische Versorgung erstellt werden kann.
Fazit
Ich freue mich sehr, dass die Intensivkurse bei den Teilnehmern insgesamt großen Anklang finden und bin begeistert über eine häufig sehr produktive und kommunikative Atmosphäre. Zudem bin ich stolz darauf, dazu beitragen zu können, dass meine Kolleginnen gut gerüstet in den Praxisalltag zurückkehren und zu verbesserten Abläufen am Behandlungsstuhl beitragen. Einen bedeutenden Anteil am Erfolg meiner Kurse haben sicher auch die einfach anwendbaren, qualitativ hochwertigen Materialien von 3M ESPE.
Informationen:
Kostenlose Hotline 0800 / 27 53 77 3
Internet: www.3MESPE.de
