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Mythos ade – Zähne okay

Es ist ein Phänomen: Falsche Annahmen halten sich im Gedächtnis besonders hartnäckig. Auch Zahnärzte können ein Lied davon singen. Denn gerade rund um Zähne und deren Pflege überdauern einige Mythen Jahrzehnte. „So verzichten beispielsweise viele auf den Genuss von Tee, weil sie meinen, er schade den Zähnen; dabei ist das Gegenteil der Fall“, sagt Dieter Elsner vom KKH-Serviceteam in Leipzig. „Schwarz- und Grüntee schützen unsere Zähne vielmehr, denn sie enthalten Inhaltstoffe, die den Zahnschmelz stärken, die Zähne festigen und vor Karies schützen.“

Autor: KKH Kaufmännische Krankenkasse

Initiative proDente e. V.

Zu den folgenschweren Irrtümern zählt die Auffassung, dass die Pflege der Milchzähne von Kindern nicht wichtig ist, da sie sowieso ausfallen. Dabei können sich Kariesschäden im Milchgebiss negativ auf die nachwachsenden, bleibenden Zähne auswirken. Eine intensive Zahnpflege von Beginn an ist daher das A und O für eine normale Gebissentwicklung, für problemloses Kauen sowie auch eine gute Aussprache.

„Viele putzen ihre Zähne nach der Devise ‚viel schrubben hilft viel' ", weiß Elsner. Doch weit gefehlt. „Zu viel Krafteinsatz beim Putzen und harte Borsten können dem schützenden Zahnschmelz und auch dem Zahnfleisch schaden." Mögliche Folge: schmerz- und kariesanfällige, freiliegende Zahnhälse. Am besten wird die Zahnbürste am Zahnfleischrand angesetzt, drei-, viermal leicht rüttelnd auf der Stelle bewegt und dann nach oben bzw. unten vom Zahnfleisch weggeführt. Mit dieser Rütteltechnik lassen sich Speisereste aus den Zahnzwischenräumen und Zahnfleischtaschen und damit Bakterien sowie Beläge optimal entfernen.

Ebenfalls zu den Ammenmärchen gehört die Überzeugung, dass Kaugummi kauen das Zähneputzen und Reinigen mit Zahnseide ersetzt. „Es ist vielmehr ein ergänzender Pflege-Baustein für unseren Kauapparat", erklärt Dieter Elsner, „vorausgesetzt, man nimmt zuckerfreie Zahnpflegekaugummis." Denn Kauen regt den Speichelfluss an. Speichel wiederum neutralisiert schädliche Säuren und härtet den Zahnschmelz.

Auch ein Apfel ist kein Ersatz für die Zahnbürste. Mit dem Verzehr von Äpfeln lässt sich lediglich oberflächlichen Belägen zu Leibe rücken. Doch Zahnzwischenräume beispielsweise bleiben außen vor, und auch Speisereste lassen sich damit nicht entfernen. Hinzu kommt: Der Fruchtzucker in Äpfeln fördert Karies, und enthaltene Säuren greifen den Schmelz an.

Wer Zähne und Zahnzwischenräume täglich mindestens zweimal gründlich mit Zahnbürste und -pasta reinigt, beugt nicht nur unangenehmen Zahnbehandlungen vor, sondern schont auch sein Portemonnaie. Denn die Krankenkassen übernehmen in der Regel nur einen Teil der Kosten für Zahnbehandlungen. Hilfreich kann eine Zahnzusatzversicherung sein.

www.kkh.de

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