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Gesunde Umwelt und ein gesundes Lächeln

Seit etwa zehn Monaten nimmt die Praxis für Zahnheilkunde Dr. Hoffmann und Dr. Glinz in Mauer bei Heidelberg an einer neuen Umweltinitiative zum Recycling von Zahnbüsten und sonstigen Zahnpflegeutensilien aus Kunststoff teil. Dentalhygienikerin Sabrina Dogan berichtet im Interview von ihren Erfahrungen.

Autor: Interview mit Dentalhygienikerin Sabrina Dogan

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Wie haben Sie von dem Projekt erfahren?

Eine Erzieherin aus unserem näheren Bekanntenkreis hat mich vor einigen Monaten, auf das Terracycle-Recyclingprogramm aufmerksam gemacht. Danach habe ich mich auf deren Homepage etwas genauer umgeschaut und unsere Praxis für das Sammelprogramm für Zahnpflegeartikel angemeldet.

Warum haben Sie an dem Projekt teilgenommen?

Wir alle produzieren Müll. Viele wertvolle Rohstoffe werden so täglich unachtsam weggeworfen. Das Zahnpflegerecyclingprogramm ist wie gemacht für das Team und die Patienten einer Zahnarztpraxis, da diese ständig mit Zahnbürsten, Zahnpasta, Mundspüllösungen und Interdentalraumpflegemitteln zu tun haben. Wenn man durch das Sammeln von „Zahnpflegeabfällen" aber noch Spendengelder für einen guten Zweck erhalten kann, stellt das natürlich einen zusätzlichen „Sammelanreiz" dar. Mit unserer Spende von 230 Euro konnten wir die Klasse 2000 in Mauer unterstützen.

Wie haben Sie Ihre Patienten auf das Programm aufmerksam gemacht?

Im Prophylaxezimmer haben wir eine verschließbare Sammelbox aus desinfizierbarem Kunststoff aufgestellt. Unsere Patienten sind aus hygienischen Gründen dazu angehalten, Ihre Zahnpflegeabfälle in Umverpackungen (benutzte Zipperbeutel, Plastiktüten etc.) in unserer Praxis abzugeben.

Anfänglich wurden viele Patienten mündlich über unsere Recyclingaktion informiert. Zusätzlich unterstützten zwei Sammelaufrufe in der regionalen Presse unser Vorhaben. Nachdem die Resonanz durchweg positiv ausfiel, wurde unsere Praxishomepage um die Rubrik „News" erweitert, sodass auch Neupatienten über das Terracycleprogramm informiert werden. Im Wartezimmer liegen Infoflyer aus und es sind Poster angebracht, die uns Terracycle zur Verfügung gestellt hat.

Wie kommt der Sammelaufruf bei den Patienten an?

Die Sammelaktion erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Unsere Patienten sind erfreut über so viel Engagement. Es ist ein regelrechtes „Sammelfieber" ausgebrochen. Das Recyclingprogramm ist derzeit nichtmehr aus unserem Praxisalltag wegzudenken.

Wie groß ist die Menge der Abfallprodukte, die Sie im Monat durchschnittlich sammeln?

Die gesamte Abfallmenge für sechs Monate betrug 27kg und machte uns als Praxis zum „Sammelkönig 2013". Wir sammeln also im Durchschnitt circa 4,5kg Zahnpflegemüll pro Monat. Am häufigsten werden benutzte Handzahnbürsten abgegeben, gefolgt von leeren Zahnpastatuben und Zahnseidedosen.

Nutzen Sie das Programm auch, um mit den Patienten über ihre Mundhygiene ins Gespräch zu kommen?

Ja, das Recyclingprogramm unterstützt uns in jedem Fall darin, dem Patienten den regelmäßigen Austausch der Handzahnbürste mindestens alle sechs Wochen nahe zu bringen. Unsere Patienten bringen Ihre häusliche Putzutensilien zu jeder Prophylaxesitzung mit in die Zahnarztpraxis, auch dabei entdecken wir jede Menge „Austauschpflichtiges" und es entstehen informative Gesprächsgrundlagen rund um das Thema dentale Prophylaxe.

Frau Dogan, vielen Dank für das Gespräch und weiterhin viel Erfolg bei Ihrer Recyclingaktion.

www.terracycle.de

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