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Kommunikation mit kleinen Angstpatienten

Vielen Eltern graut es vor der ersten Erfahrung, die ihr Kind beim Zahnarzt macht. Doch bereits vorbeugend können sie diesen Besuch beeinflussen. Und auch ihr als Praxispersonal solltet die Kommunikation mit den Kleinen üben. Wichtig ist es, diese immer spielerisch aufzubauen – erst Recht, wenn das Kind von vornherein skeptisch sein sollte.

Autor: Maik Dürrschmidt

Sobald die ersten Zähne bei Kindern zu sehen sind, ist der Besuch beim Zahnarzt empfehlenswert. Doch bereits vor dem ersten Termin können die Kleinen negativ beeinflusst werden, denn Zahnarztangst kann direkt von den Eltern auf den Nachwuchs übertragen werden. Deshalb sollten die Eltern darauf achten, selbst keine Unsicherheit beim Thema Zahnarztbesuch zu zeigen – auch dann, wenn dieser vielleicht mit einem mulmigen Bauchgefühl angetreten wird.


Das Kind als Begleitung der Eltern

Um das Geschehen in der Zahnarztpraxis kennenzulernen, besteht die Möglichkeit, dass die Kinder erst einmal Mama oder Papa bei einem ihrer Zahnarzttermine begleiten. Klärt eure Patienten dafür zunächst möglichst zeitnah darüber auf, dass auch Kinder so früh wie möglich Routineuntersuchungen beim Zahnarzt wahrnehmen sollten und bietet ihnen an, die Kleinen beim nächsten Termin einfach mitzubringen. Diese Idee wird sicher gerne angenommen.

Kinder als Begleitperson bieten die Möglichkeit, einen spielerischen Zugang zum Praxisgeschehen zu schaffen. Ein Gespräch könnt ihr zum Beispiel so beginnen: „Hallo Jonas, willst du bei deiner Mama auch mal in den Mund schauen?“ Dabei könnt ihr dem Kind erklären, wie viele Zähne ein Erwachsener und wie viele hingegen ein Milchzahngebiss besitzt und anschließend gemeinsam seine Zähne vor einem Spiegel zählen.

Das Kind hat selbst einen Termin beim Zahnarzt

Der erste eigene Termin, den ein Kind wahrnimmt, sollte eine Routineuntersuchung sein und nicht direkt eine schmerzvolle Behandlung. So kann der kleine Patient zunächst positive Erfahrungen sammeln. Hat das Kind einen eigenen Termin, sollten die Eltern zu Hause zunächst vorsichtig mit ihm kommunizieren. Weist eure Patienten bei der Vereinbarung des Termins ruhig auf folgende wichtige Hinweise hin:

Oberste Prämisse ist nach wie vor, dem Kind keinen Druck zu machen. Außerdem sollten die Eltern keinesfalls Dinge sagen wie: „Das tut gar nicht weh.“ Oder: „Keine Angst, dir wird schon nichts Schlimmes beim Zahnarzt passieren“. Denn damit erreichen sie genau das Gegenteil und das Kind wird verunsichert. Besser leitet man den Besuch folgendermaßen ein: „Der Zahnarzt würde sich heute gern einmal deine Zähne ansehen. Wenn er dann in deinen Mund schaut, bleibe ich bei dir und halte deine Hand, wenn du magst.“ Mit der Regelmäßigkeit der Zahnarztbesuche ergibt sich auch für das Kind eine Gewohnheit, sodass es bereits früh Vertrauen zum Arzt gewinnen kann.

Den vollständige Artikel könnt ihr in der nächsten recall lesen, die am Mittwoch, dem 6. Juli 2016 erscheint. Erfahrt darin außerdem, was ihr während der Behandlung von kleinen Angstpatienten beachten müsst.

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