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Bruxismus: Neue Maßstäbe in der Behandlung von Zähneknirschen

Butler® GrindCare® verwendet eine neuartige Biofeedback-Technologie zur Behandlung des Schlafbruxismus. Das kabellose Gerät, das nachts auf der Schläfe platziert wird, unterbricht mittels bedingter elektrischer Stimulation (CES = contingent electrical stimulation) kurzzeitig die Aktivität der Kaumuskulatur und so die Knirsch- und Pressaktivität. Damit wird nicht nur Schäden im Dentalbereich vorgebeugt, auch Kopf-, Nacken-, Kiefer- und Gelenkschmerzen werden gelindert und so die Lebensqualität des Patienten erhöht.

Autor: Butler® GrindCare®

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Weltweit leiden etwa 10 - 15 % der Bevölkerung an Schlafbruxismus [1], einem Großteil der Betroffenen ist jedoch nicht bewusst, dass sie nachts mit den Zähnen pressen oder knirschen. Viele leiden zudem unter Spannungskopf-, Gesichts- und Nackenschmerzen, oft auch unter Schlafstörungen und Tagesmüdigkeit und können diese Symptome nicht richtig „einordnen“. Ein Besuch beim Zahnarzt bringt meist Aufklärung:  Allein an den beginnenden oder fortgeschrittenen lokalen Zahnschäden kann dieser unschwer Bruxismus-Patienten identifizieren. Die Frage nach den in der Mehrzahl der Fälle vorhandenen Begleitsymptomen verifiziert seine Diagnose.

Zähneknirschen – eine therapeutische Herausforderung

Bisher wurden die Symptome nächtlichen Zähneknirschens bevorzugt mit einer Zahnschiene behandelt. Diese führen zwar zu einer Reduktion der Schleifschäden, aber die schmerzverursachende neuromuskuläre Aktivität wird dadurch kaum beeinflusst. Nicht wenige Patienten empfinden auch das nächtliche Tragen einer Schiene als unangenehm. Physiotherapie relaxiert zwar die Muskulatur, lindert den Schmerz aber nur vorübergehend. Stressmanagement und Entspannungsübungen erfordern die unbedingte Mitarbeit des Patienten und sind zudem äußerst zeitintensiv. Langfristig nicht zu empfehlen sind relaxierende Medikamente aufgrund ihrer möglichen Nebenwirkungen. Biofeedback-Geräte der ersten Generation, die bei Knirschbeginn vibrierten oder ein akustisches Signal aussendeten, um ein bewusstes Handeln zu aktivieren, hatten den Nachteil, dass der Betroffene dadurch aufwachte und so häufig Schlafstörungen oder Tagesmüdigkeit die Folge waren.

Wirkungsweise des Geräts

Durch eine elektrische, sensorische Reizung der Haut über den Schläfen- oder Kaumuskeln entsteht ein inhibitorischer Reiz, der zu einer 10-100 ms andauernden Unterbrechung der Muskelaktivität führt und eine vorhandene Knirsch- und Pressaktivität unmittelbar unterbricht. Genau auf dieser Wirkung, dem sogenannten Masseter-Ruheintervall, beruht GrindCareâ.

Während der Anwendung registriert der kabellose Sensor kontinuierlich elektromyographischen Signale, welche durch die Muskelkontraktion entstehen. Wenn dieses Signal einen zuvor festgelegten Schwellenwert übersteigt, wird ein CES ausgelöst. Dieser Impuls kann individuell angepasst werden. Im Laufe der Zeit kommt es durch die von diesen Impulsen verursachten Unterbrechungen der Muskelaktivität zur Konditionierung der natürlichen Reflexe und die Knirschgewohnheit lässt mehr und mehr nach. Am Morgen werden die vom Sensor registrierten Daten automatisch an die Docking-Station gesendet, von wo sie kabellos an die dazugehörige App* übertragen werden können. Mithilfe dieser App können vom Arzt wie vom Patienten die Knirsch-Aktivitäten und der Therapiefortschritt übersichtlich verfolgt und abgelesen werden.

Überzeugende Studienergebnisse

Klinische Studien der Universitäten Aarhus (Dänemark) und Greifswald (Deutschland) haben übereinstimmend gezeigt, dass Schlafbruxismus durch GrindCareâ innerhalb weniger Wochen um mehr als 50 % verringert werden kann [2, 3 ,4]. Weitere Studien aus England und den USA, welche die auf Bruxismus zurückzuführenden Begleitsymptome untersuchten, haben belegt, dass durch die Reduzierung des Knirschens auch die begleitenden Spannungskopfschmerzen und orofaziale Schmerzen signifikant verbessert werden [5, 6]. Eine polysomnografische Untersuchung konnte darüber hinaus nachweisen, dass der Schlaf durch das Gerät weder unterbrochen noch gestört und die Schlafqualität der Probanden somit nicht beeinträchtigt wird [7].

 

Unter www.grindcare.com können weitere Informationen zum Produkt wie auch Details zu den Studien nachgelesen werden.

*Die GrindCare App ist optional und dient ausschließlich zu Informationszwecken

 

Quellen:

[1] Manfredini et al., Journal of Orofacial Pain, 2013; 27: 99–110

[2] Jadidi et al., Acta Odontologica Scandinavica 2013; 71: 1050–1062

[3] Bernhardt et al., Journal of Craniomandibular Function 2012; 4(3): 197-210

[4] Jadidi et al., Journal of Oral Rehabilitation, 2008; 35: 171-183

[5] Needham et al., British Dental Journal 2013; 215 E1

[6] Raphael et al., Journal of Orofacial Pain, 2013; 27: 21-31

[7] Jadidi et al., Eur J Oral Science, 2011; 119: 211-218

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