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to:dent.ta – Newsletter

Informationen für Zahnärztinnen, Zahnärzte und zahnmedizinisches Fachpersonal: Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren, wir haben etliche Fragen von Praxen bekommen und wollen heute eine davon beantworten, die vermutlich von allgemeinem Interesse ist. Außerdem greifen wir die Problematik „fehlende Zähne“ auf.

Autor: to:dent.ta GmbH

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  • Wo liegt der Haken beim ERGO-Sofortschutz? Das Unternehmen hat doch nichts zu verschenken.
  • Zahnmediziner und Versicherer verstehen unter „fehlenden Zähnen“ nicht dasselbe.

Natürlich können Sie uns auch weiterhin Fragen stellen oder Themen rund um Zahnzusatzversicherungen nennen. Wir greifen Ihre Wünsche und Fragen gerne auf.


Nachgefragt: Die ERGO Direkt hat nichts zu verschenken. Wo also liegt der Haken beim ERGO Sofortschutz?

Die Werbung verspricht: „Diese Zahnzusatzversicherung können Sie auch dann noch abschließen, wenn es eigentlich schon zu spät ist. Wir übernehmen bis zu 100% der Kosten.“ Hier nun die Besonderheiten, die zu beachten sind:

  1. ERGO Direkt zahlt in diesem Tarif nur für Zahnersatzmaßnahmen. Und zwar immer den Betrag, den die Kasse als Festzuschuss bezahlt. Kosten für implantologische Leistungen, Füllungen, Wurzelbehandlungen u.v.m. werden nicht erstattet.
  2. Unter den Versicherungsschutz fallen nur Zahnersatzmaßnahmen, die erstmals geplant werden. Der Heil- und Kostenplan darf bei Vertragsbeginn nicht älter als 6 Monate sein. Beispiel: Antragstellung 18.07.2019, frühester Beginn ist dann 01.08.2019 – eine Rückdatierung ist nicht möglich. Versicherungsschutz besteht in diesem Fall nur, wenn der Heil- und Kostenplan nach dem 01.02.2019 erstmals erstellt wurde.
  3. Bei Vertragsbeginn darf die Behandlung noch nicht abgeschlossen sein.
  4. Der Sofortschutz kostet 33,90 EUR pro Monat. Die Mindestvertragsdauer beträgt 24 Monate. Insgesamt zahlt Ihr Patient also mindestens 813,60 EUR an Beitrag.

Wovon lebt ERGO Direkt? Sie erwirtschaftet ihren Gewinn mit Kunden, die wegen 1 oder 2 Kronen schnell online diesen Tarif abschließen, ohne sich von unabhängigen Fachleuten beraten zu lassen. Außerdem zeigt die Erfahrung, dass viele Kunden den Tarif lange behalten und gar nicht mehr daran denken, dass er gekündigt werden könnte zugunsten einer vollumfänglichen Zahnzusatzversicherung.

Fazit: bei umfangreichen Zahnersatzmaßnahmen (Festzuschuss > 813 EUR) kann der ERGO-Sofort-Schutz den Patienten, die noch gar keine Zahnzusatzversicherung haben, bei der Finanzierung helfen. Außerdem ist es der einzige Tarif, der Patienten mit mehr als 3 fehlenden Zähnen annimmt und den Ersatz der fehlenden Zähne bezuschusst.

Hinweis: wir haben den ERGO-Sofort-Schutz nicht auf unserem Vergleichsportal – können ihn aber dennoch Ihren Patienten vermitteln, sofern der Abschluss Sinn macht. Wir stehen Ihren Patienten dann auch während der Vertragsdauer als Ansprechpartner zur Verfügung.


Fehlende Zähne: die unterschiedliche Sichtweise von Zahnmedizinern und Versicherern

Eine der wichtigsten Fragen für die Auswahl der optimal passenden Zahnzusatzversicherung lautet: „fehlen Ihnen Zähne und falls ja – wie viele?“

Aus Sicht der Versicherer sind fehlende Zähne solche, die noch nicht durch Brückenglieder, Implantate oder Prothesen ersetzt sind. Weisheitszähne sind dabei nicht zu berücksichtigen. Und falls eine Lücke durch das Zusammenrücken der benachbarten Zähne geschlossen wurde, muss dies auch nicht als „fehlender Zahn“ angegeben werden. In den Antragsformularen steht immer in Klammern: nicht anzugeben sind Weisheitszähne, Milchzähne und Lückenschluss.

In unserem Alltag erleben wir oft, dass Praxen und Patienten von fehlenden Zähnen sprechen – auch wenn diese schon durch Brückenglieder, Implantate oder Teilprothesen ersetzt sind. Geht ein Patient mit der Botschaft, „mir fehlen 5 Zähne“ ins Internet, um eine Zahnzusatzversicherung abzuschließen, scheitert er. Überall bekommt er den freundlichen Hinweis: wir können Ihnen leider kein Angebot unterbreiten. Oder er bekommt nur Tarife mit „Verdopplung Festzuschuss“ angezeigt – z.B. bei den Krankenkassen.

Achtung: bei einigen Versicherern spielen nicht-angelegte Zähne und persistierende Milchzähne eine Rolle. Allerdings wird das auf den Webseiten nicht hervorgehoben – es steht nur im Kleingedruckten.

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